Osteuropa + Afrika

im Logbuch könnt ihr sehen, wann ich wo war
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04.02.2011

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Datt hatte ich mir denn wohl so gedacht und nicht mit Mister Assads Machtverliebtheit gerechnet. Genau diese verhindert nämlich zur Zeit, dass ich meine Pläne wie hier beschrieben in die Tat umsetzen kann. Es wird also nichts mit möglichst wenig fliegen. Daher werde ich mich wohl einfach in Osteuropa „einreisen“ (ich bin ja auf diese Art mit Zelt und allem noch nicht unterwegs gewesen) und dann von irgendwo nach Äthiopien fliegen. Die Türkei bietet sich hier an, da es ansonsten kaum äthiopische Botschaften oder Konsulate in Osteuropa gibt.  –  17.05.11

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Und alles ist wieder anders:
Bei meinem „kleinen“ Zwischenstopp“ in Rumänien („wenn ich schon mal in der Ecke bin“) ist mir ein ausgesetzter Hundewelpe zugelaufen, den ich einfach nicht seinem sicheren Tod überlassen konnte. Ich werde also so lange in Rumänien, diesem rätselhaften Land, bleiben, bis er entweder groß genug ist, um selbst zurecht zu kommen, oder bis ich eine andere Lösung gefunden habe.
Vorerst plane ich erst einmal bis Mitte September, was immer noch eine gute Zeit wäre, um ins dann winterliche Namibia zu fliegen. Was soll ich im heißen Äthiopien beginnen, wenn ich sowieso fliegen muss.  –  09.07.11

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Gefühle kann man nicht planen, schon gar nicht die eines anderen. Ich habe in Namibia ein sehr impulsives, aber auch leicht verletzliches Mädchen kennengelernt.
Da ich mir vorerst selbst nicht sicher bin, wie ernst das mit uns beiden werden könnte, versuche ich jetzt immer so zu planen, dass ich noch meine Reise und ihre Abenteuer weiter verfolge, zwischendurch aber immer wieder auf ihr und mein Gefühl der Sehnsucht nacheinander Rücksicht nehme.
Erste Folge dessen: Nächste Woche, so hoffe ich, besucht sie mich in Sambia.  –  10.09.11

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Erst einmal wieder alleine unterwegs. Sambia war wegen der Frauen und mit ihnen in Zusammenhang stehenden Gefühlsausbrüchen teuer für mich. Kleines Trostpflaster: mit jedem Tag, den ich länger hier bleibe, verringern sich die durchschnittlichen Tageskosten. Trotzdem spare ich natürlich, wenn ich das Land in Richtung Malawi oder Tansania verlasse. Ich hoffe, daß es stimmt, daß man für ein malawisches Visum nichts bezahlen muß, ansonsten überlege ich es mir wahrscheinlich noch einmal und muß doch noch länger hier bleiben, was mir nach all dem Trouble nicht gefallen würde.
Jedenfalls habe ich schon einmal meine „Rückkehr“ nach Deutschland geplant. „Rückkehr“ deswegen, weil ich einen Flug Nairobi-Berlin und zurück gebucht habe. Ich werde Weihnachten und Sylvester also definitiv in Deutschland verbringen. Ob ich den Rückflug dann benutze, hängt von meinem Geldbeutel und davon ab, ob ich den Winter lieber im kalten Deutschland oder im eventuell stressigen Afrika verbringen möchte.  –  21.10.11

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Da Afrika mir gut zu tuen scheint, würde ich gerne im Januar wiederkommen. Heute hat sich herausgestellt, daß meine „derzeitige“ Freundin im Dezember keinen Urlaub bekommt. Es wird also nichts mit einem zweiten, zweisamen Reiseabschnitt, jedenfalls nicht mehr in diesem Jahr. Aber auch, wenn wir es dann im nächsten Jahr nachholen sollten, brauche ich auf alle Fälle mehr Geld als ich im Moment habe, selbst wenn Tansania sehr billig zum Reisen ist.
Ob ich also wirklich im Januar zurückkommen kann, hängt davon ab, ob ein „alter“ Freund von mir mir, wie vor der Reise angeboten, etwas Geld leiht.  –  29.11.2011

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Weihnachten und Sylvester sind überstanden. Mein Freund hat mir wirklich, zusammen mit einem anderen Freund, etwas Geld geliehen, und AIDS habe ich (erst einmal) auch nicht. Also heißt es ab Freitag wieder: Afrika, ich komme.
Ich habe jetzt eine Freundin in Tansania mit der es ziemlich bald ziemlich ernst werden könnte. Trotzdem ich natürlich viel Zeit mit ihr verbringen will, weiß ich nicht genau, was ich die ganze Zeit dort machen soll, denn wir können ja nicht wochenlang Händchen halten. Das füllt einen Mann wie mich natürlich nicht aus ;-).  –  08.01.2012

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„Sie“ war wieder nicht die Richtige – ich reise also wieder allein. Ich hab jetzt erst einmal ein wenig Abstand genommen von allzu schnellen Abenteuern. Da Afrika für mich auch durch die Gewöhnung normaler geworden ist, bin ich auch nicht mehr so „aufgekratzt“ und würde somit, wenn überhaupt, eher eine Frau finden, die auch im „wahren“ Leben zu mir passt. Diese trifft man natürlich auch hier nicht hinter jeder Ecke.  –  22.02.2012

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Die eigentliche Reise in Afrika ist erst einmal vorbei, obwohl es sehr gute Chancen hat, in meinem Herzen zu bleiben, da ich auch in Kenia wieder eine junge Frau kennengelernt habe, die meine vorherigen Freundinnen in allen Beziehungen in den Schatten stellt und somit insgesamt mit Abstand die bisher am besten zu mir passende ist.
Somit kann ich meinen Blog auch weiterhin „unterwegsnachafrika“ nennen, denn so lange wir uns gut verstehen, habe ich immer einen guten Grund hinzufahren, und vielleicht am Ende sogar dort zu leben.
Jetzt allerdings will ich erst einmal „unterwegs in Deutschland“ sein, denn ich möchte gerne verschiedene Jobs in verschiedenen Regionen ausprobieren (natürlich nacheinander). Wenn ich es wieder schaffe einigermaßen sparsam zu sein, gelingt es mir vielleicht dieses Mal schon früher, das Geld für eine Reise oder eine andere große Unternehmung (Selbstständigkeit? Haus in Kenia?) zusammen zu bekommen. Mit einer Ausbildung in deren Bereich ich schon lange nicht mehr gearbeitet habe, werde ich wahrscheinlich keinen „Traumjob“ ergattern, bei dem es schade wäre, ihn so schnell wieder sausen zu lassen. Daher sehe ich gute Chancen, meinen Plan des „Arbeitend-unterwegs-Seins“ umzusetzen. – 15.04.2012

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Der erste Text für Google und andere dumme Automaten:
Mein Ziel ist der Schwarze Kontinent. Falls das Geld reicht, soll es bis Namibia gehen. Namibia deshalb, weil es ehemalige deutsche Kolonie ist und ich eben irgendein Ziel in Afrika brauchte. Da ich mich sehr für das Deutschsein interessiere und ich gelesen habe, dass noch immer ein paar deutsche Traditionen dort aufrecht erhalten werden, könnte es ein gutes Ende für meine Reise sein, das Deutsche mal aus einer etwas anderen Perspektive zu erleben.
Ich habe mich dafür entschieden, möglichst wenig zu fliegen, um einmal ein genaueres Gefühl für die Größe unserer Erde zu bekommen. Ich fliege zwar sehr gerne, aber man verpasst auch allerhand Interessantes bei einem Flug.
Ich werde mit Rucksack, Zelt und Schlafsack unterwegs sein, aber nicht nur Campen. Alle paar Tage möchte man sich schließlich einmal richtig waschen.
Ob ich trampe, mit Bus und Bahn fahre oder zu Fuß gehe, überlass ich ganz und gar meiner Laune und dem Glück, genauso wie die genaue Reiseroute.
Klar ist nur, dass ich zuerst in Richtung Osten zum Schwarzen Meer aufbreche. Also könnte ich durch Polen, die Slowakei, Rumänien und die Ukraine reisen. Ich werde versuchen Russland und Istanbul zu meiden. Russland muss wirklich nicht sein, wenn man schon nach Afrika reist. Auf der von mir angepeilten Route kann auch schon so genug Unerfreuliches passieren. Der Weg über Istanbul ist mir einfach zu „Standard“ und außerdem ist Istanbul mir zu groß. Deshalb werde ich versuchen, von der Ukraine aus eine Fähre nach Georgien zu nehmen. Das dauert, glaube ich, gute zwei Tage und für 140 Dollar werde ich so meine erste längere Schiffsreise unternehmen.
Von Georgien werde ich über die Türkei und Syrien bis nach Jordanien oder Israel reisen. Ob ich mir Israel leiste oder nicht, hängt davon ab, wie gut ich mit dem Geld auskomme. Durch Jordanien muss ich sowieso, da es von hier aus die einzigen offenen Grenzübergänge aus dieser Richtung nach Israel gibt, aber der Flug nach Äthiopien, meiner ersten Station in Afrika, ist zum Beispiel von dort 120 Dollar günstiger als von Israel aus.
Sollten sich die Unruhen in den arabischen Staaten allerdings ausweiten, wäre ich eventuell gezwungen, schon von Ankara nach Addis Abeba zu fliegen. Das würde den zweiten Teil meiner Reise, den asiatischen Teil, extrem verkürzen, was sehr schade wäre.
Nach Äthiopien fliegen werde ich, weil mir erstens Ägypten zu dicht bevölkert und zweitens der Sudan etwas zu heikel ist. Wenn es mir in Syrien und Jordanien gefällt, würde ich wahrscheinlich ins überlegen kommen, was den Sudan betrifft, da die Menschen dort selbst für arabische Verhältnisse extrem gastfreundlich sein sollen. Aber beide Länder zusammen kosten schon allein an Visa und sonstigen Gebühren einiges, so dass ich mit 320 Euro oder Dollar (?) für den Flug von Jordanien aus mit ziemlicher Sicherheit auch noch billiger wegkomme.
Von Äthiopien aus sind dann wirklich nur noch die Länder meiner Route geplant (Kenia, Tansania, Sambia und schließlich Namibia), alles andere ist nur noch abwarten und laufen lassen. Ich hoffe, zu diesem Zeitpunkt schon genügend Höhen und Tiefen hinter mir zu haben, so dass mich Afrika nicht mehr ganz so extrem schocken kann.
Bei der Art meiner Reise wäre genaue Planung (für Tagesstrecken und Übernachtungsorte) ziemlicher Blödsinn, gerade in Afrika. Ich werde vor Ort herausfinden müssen, wie die Dinge am besten anzugehen sind. Es gibt zwar ein paar Internetseiten mit einigen nützlichen Informationen, aber um etwa herauszufinden, ob man zum Beispiel in Äthiopien von den Kindern freudig begrüßt oder mit Steinen beworfen wird, muss man schon selber dort hinfahren.
Ich denke, dass ich eine sehr aufregende Zeit vor mir habe, mit Tagen die wie im Flug vergehen und anderen, die nicht enden wollen. Meine einzige Unterhaltung werden mein Handy mit GPS, das ich gestern ersteigert habe, und eine Reisebibel sein, was wohl eher unter Beschäftigung fällt. Vielleicht nehme ich noch einen MP3-Player mit. Ich spiele mit dem Gedanken, mit Hilfe der Aufnahmefunktion Vokabeln (erstmal Französisch) zu üben. Das könnte an einigen, langen (Regen-)Tagen eine günstige und nützliche Beschäftigung sein. Sollte ich nicht noch im Lotto gewinnen, werde ich wohl auf dieser Reise auf bezahlte Liebesabenteuer verzichten müssen.
Schön wäre es, wenn man überall dort, wo es einem gefällt, ein paar Wochen arbeiten könnte. Aber zum einen wartet dort niemand auf meine bescheidenen Fähigkeiten und zum anderen ist es in fast allen Ländern meiner geplanten Route sowieso verboten. Der Arbeitgeber müsste schon nachweisen, dass er keine Einheimischen für den Job gefunden hat, was, außer wenn jemand Deutsch lernen will, schwierig sein dürfte.

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