2013-05-04

1:00 Uhr: ich bin also unterwegs. Ich habe es geschafft, unter meinen Klamotten etwas zu finden, womit ich in den meisten Clubs reinkomme, ohne total overdressed zu sein. Ich wollte nämlich den, für mich neuen „afrikanischen“ Club Berlins ausprobieren.
Ich weiss, ich wiederhole mich, aber unterwegs wurde mir wieder einmal bewusster, wie sehr ich meine Wut verdränge, und das hat natürlich nicht zu Freudensprüngen geführt. Ein Indiz ist immer, dass mir ein bisschen schwummrig im Kopf wird und ich beginne, debil vor mich hin zu lächeln. Aber deswegen nach Hause zu gehen wäre Blödsinn gewesen. Ich hatte ja schon den Abend begonne mit der Einsicht, dass ich besser gleich in diesen „geilen“ Club gehe, anstatt zu warten, bis ich ein passenderes Outfit habe, was ja auch ein Vermeidungstrick ist. Auf den Bildern der Parties im Internet sah man allerdings größtenteils schick angezogene Menschen.

Dann war ich um halb eins drin für nur fünf Euro und es war gähnend leer. Ich kaufte mir einen Cola-Whisky und entschied, erst mal noch ein wenig herumzulaufen. Unterwegs traf ich zum Glück schon einige schwarze Menschen, die auch dorthin wollten, weshalb ich nachher wohl wenigstens noch ein bisschen tanzen kann, ohne allein auf der Tanzfläche zu sein.

10:30 Uhr: die Sonne weckt mich um sieben, ich bleibe trotzdem noch liegen. Immerhin ist es mein vorletzter freier Tag.

12:30 Uhr: ich fahre zu meiner Schwester, um Wäsche zu waschen. Weil sie dabei sein will, als die Männer mit ihrer neuen Couch kommen, versuche ich zum zweiten Mal, meine Nichte zum Einschlafen zu bringen. Dieses Mal klappt es, auch weil meine Schwester schon eine viertel Stunde vorgearbeitet hatte.

15:00 Uhr: wieder zu Hause, setze ich mich ziemlich unter Druck, das schöne Wetter irgendwie zu nutzen. Da meine Beine noch etwas schlapp sind, habe ich keine Lust auf eine Fahrradtour. Zudem muss ich in der Wohnung weitermachen, weil meine Schwester die Leiter bald selbst braucht.
Allerdings wird mir auch wieder klar, wie sehr ich beim Kontakt mit meinem Nachbarn schon wieder davon ausgegangen war, dass ich so liebenswert bin, dass mich einfach jeder mögen muss. Der Rückschlag macht mich depressiv und ich lege mich hin.

17:30 Uhr: ich hatte angefangen, in der Wohnung weiter zu machen, als mein Nachbar klingelt, um mir das WLAN-Passwort zu geben. Wohl, weil ich ihm gleich erzähle, dass ich auch schon illegal heruntergeladen habe, möchte er mir sein WLAN aber nur vorübergehend zur Verfügung stellen.
Trotzdem bin ich froh, jetzt schon Internet in meiner neuen Wohnung zu haben. Wegen der deshalb aufkommenden guten Laune beschließe ich, Fußball in einer Kneipe zu gucken.

18:30 Uhr: mit etwas Verspätung angekommen. Ich bin wieder zu verkrampft für Gespräche. Eine ein paarmal durchs Bild laufende Schönheit lässt mich wieder merken, um wieviel mehr ich meine eigene „Liebenswürdigkeit“ in Bezug auf Frauen überschätze. In Gedanken muss ich sie nur ansprechen und schon fallen sie mir zu Füßen.
Natürlich habe ich real viel zu viel Angst vorm genauen Gegenteil, um es dann wirklich wie in diesen „Allmachtsphantasien“ durchzuführen.

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2013-05-03

7:00 Uhr: die Bauarbeiter fingen heute sehr früh an, also tat ich es ihnen nach.

9:00 Uhr: habe meine Wohnung vermessen, war beim Frisör (dieses Mal ohne Unfall) und habe meine Wände gereinigt. Zum Mittag gab`s wieder Nudeln, danach hab ich mir wieder überlegt, wie ich mein Zimmer am besten einrichte. Alles in allem war ich also ziemlich produktiv.

15:00 Uhr: ich habe ein paar Kleinigkeiten eingekauft (z.Bsp. ein Nudelsieb) und bin jetzt im Internetcafe. Auf der Strasse hatte mich gerade vorher jemand angemeckert, weil ich nicht so fuhr, wie er es für richtig hielt. Ich habe ganz gut zurückgebrüllt, aber trotzdem fühle ich mich, seitdem ich hier sitze, angespannt und lethargisch. Immer noch behalte ich zuviel von meiner Wut für mich.
Es ist gut für mich, dass jetzt niederzuschreiben, denn erst dadurch merke ich wirklich, was eigentlich los war.

21:30 Uhr: mein Nachbar ist scheinbar nicht da, dabei wollte er doch vorbei kommen, um sein WLAN mit mir zu teilen. Ich hatte mich schon darauf gefreut. Eventuell gehe ich heute dänzen.

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2013-05-02 – es läuft

8:30 Uhr: aufstehen, Tee trinken. Es dauert eine ganze Weile, bis ich in die Gänge komme.

10:00 Uhr: heute wieder räumen: der Bürokram, die Klamotten und der Keller sind noch zu machen. Um 13 Uhr machen die Bauarbeiter gegenüber Mittag und ich lege mich kurz hin. Langsam gewöhne ich mich an den Lärm und empfinde ihn nicht mehr als störend. Vielleicht helfen die Brückentage ein wenig bei der Eingewöhnung, denn es scheint weniger los zu sein.
O2 will 22 Cent pro Gesprächsminute ohne Flatrate bei ihrem DSL-Tarif. Das lasse ich vorerst.

18:30 Uhr: ich frage beim Nachbarn nach, ob er WLAN hat. Er bietet mir an, es für mich anzustellen. Für 20 Euro im Monat kann man das schon mal tun. Wenn alles klappt, habe ich also ab morgen hier Internet.

19:00 Uhr: ich hole mir eine Leiter von meiner Schwester. Danach gehe ich schwimmen, wobei ich richtig Dampf ablasse.
Wenn ich Frauen sehe, bin ich ziemlich entspannt bzw. schaffe es meistens schnell, mich wieder zu entspannen. Es fühlt sich ganz gut an. Trotzdem habe ich nicht das Gefühl, dass ich bald eine anquatschen werde. Viele, die mir so richtig gefallen, treffe ich auch nicht. Allerdings habe ich mir wieder zwei auf meiner Datingseite herausgeguckt.

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2013-05-01

19:30 Uhr: ein relativ ruhiger Tag. Ich hab ein wenig in der Wohnung geräumt und war am Nachmittag im Garten bei meiner Schwester.
Das einzig berichtenswerte in diesem Blog wäre dann auch, dass ihre „wutlose“, „nette“ Art, die ihre Töchter auf unterschiedliche Weise übernehmen, nervt. Dummerweise verhält sie sich dazu ähnlich wie meine Mutter: sie tut effektiv nichts für eine Veränderung, sondern wundert sich immer nur über entstehende Probleme.
Auf die Dauer ist das selbst für andere frustrierend, die ihrerseits nichts anderes tun sollen, als zuhören und mitjammern.

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2013-04-30

19:00 Uhr: heute schreibe ich mal wieder mit meinem Handy, denn Internetanschluss habe ich in meiner neuen Wohnung natürlich noch nicht. Auch ein Internetcafe konnte ich hier bisher noch nicht finden. Hauptsache ist aber, dass ich heute noch Fussball gucken kann.
Bei mir hat heute alles gut geklappt, auch, wenn es ein langer Tag war. Meine Bude ist zwar noch total chaotisch, aber ich will heute abend, wie gesagt, Fussball gucken. Alles war auch viel entspannter als bei meinem letzten Umzug, denn ich musste ja dieses Mal nicht renovieren.

23:00 Uhr: das Spiel ist vorbei, das Spiel war auch gut, aber die Leute in der Kneipe waren grauenvoll. Gequatsche und Gebrülle, und eigentlich kein Interesse am Fussball. Nie wieder dort. Ein schlechter Einstieg in Weissensee, aber auch keine große Überraschung.
Immerhin habe ich gerade, wie ihr vielleicht bemerkt habt, ein Internetcafe gefunden. Eigentlich hatte ich Lust, noch einmal tanzen zu gehen. Aber jetzt, mit dem Frust aus der Kneipe, weiss ich nicht, ob das eine so gute Idee ist.

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2013-04-29 – auf in ein neues Zuhause

22:00 Uhr: vielleicht ein letztes Mal sehe ich „Alex“, wieder grüßt er nur sehr spärlich. Nachdem ich bei der Arbeit schon begonnen hatte zu denken, dass einige Kollegen eben NUR meine Kollegen sein wollen, fällt mir jetzt plötzlich auf, wie sehr ich immer davon ausgegangen bin, dass meine Mitbewohner mich mögen müssen, so als gäbe es in dieser Frage für sie gar nichts zu entscheiden.
Immer noch fällt es mir schwer, anderen dabei die Freiheit der Entscheidung zu lassen, weil es für mich immer noch so schwierig ist, mit einer Ablehnung umzugehen.
Bei Frauen ist es damit bei mir noch viel schlimmer, denn zwar kann ich akzeptieren, dass oberflächlichere Naturen einen größeren, schöneren, stärkeren oder reicheren Mann haben wollen, ansonsten bin ich aber eigentlich der Überzeugung, dass ich ein Typ bin, den JEDE Frau sich wünschen SOLLTE. Dementsprechend würde ich sie dann natürlich ansprechen, und dementsprechend habe ich damit auch schon vor langer Zeit aufgehört, weil die Misserfolge nicht aufhörten. Der große Gegensatz zwischen diesem Selbstverständnis und meinem meist geringen Selbstwertgefühl lässt mich den Frauen dann noch merkwürdiger erscheinen.

16:30 Uhr: heute hat alles gut geklappt. Ich war am Vormittag noch beim Jobcenter und in der Schwimmhalle. Für meine Rückzahlung habe ich einen kleinen Aufschub bekommen.
Als ich gerade mit dem Schwimmen fertig war, hat mein Vermieter noch einmal telefonisch den Termin für die Wohnungsübergabe verlegt. Ich habe die zusätzliche Zeit einfach genutzt, um mich in „Pankow“, also bei mir Weissensee, anzumelden. Die Wohnung erschien jetzt, als ich sie leer sah, doch noch heller und größer, vor allem höher, als bei der Besichtigung. Das beste ist aber, dass ich sogar so eine Art Balkon habe. Zu dem hat zwar theoretisch jeder Mieter Zugang, aber da er sich ganz oben befindet, werde ich ihn mir wohl bloß mit meinem direkten Nachbarn teilen müssen. Und ich kann von meinem Fenster aus den Fernsehturm sehen. Also wenn das nichts ist?
Als ich mich bei meinem neuen Nachbarn vorstellte, bin ich wieder einmal ins Fettnäpfchen getreten, denn als er mir auf meine Frage verkündete, dass ER laut wäre, antwortete ich ihm damit, dass ich mit IHM schon fertig werden würde. Er ist eben etwas schmächtiger :-(. Da hat sich wohl mein neuer Mut zur Wut mit meinem alten Mut zur Offenheit unglücklich gepaart. Im Anschluss machte ich selbstverständlich auch gleich wieder Pläne, wie ich sein „Herz“ zurück erobern könnte. Aber mit Hinblick auf die gestern abend aufgekommenen Gedanken (s.o.) werde ich versuchen, ihm zu gestatten, mich nicht zu mögen.
Jetzt werde ich noch ein paar Sachen packen und dann das Auto holen.

20:00 Uhr: Mitbewohner „Klaus“ hat mich noch einmal zum Essen eingeladen. Danach haben wir noch bei Kaffee (ich) und Zigarette (er) ein wenig gequatscht. Auch „Alex“ kam noch einmal in die Küche.
Deswegen sitze ich jetzt um acht immer noch hier und ich habe immer noch 20 Taschen und Tüten ins Auto zu laden, UND ich will heute noch die 200km zu meinen Eltern fahren. Es wird also eine lange Nacht.

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2013-04-28

1:00 Uhr: ich sitze vor dem Computer, bin immer noch erschöpft, aber lasse mich auch etwas hängen. Sollte ich mich aufraffen und noch ausgehen?

2:00 Uhr: ich bin nicht gegangen, sondern habe mir einen runter geholt. Es war anstrengend, da ich gar nicht geil war, aber hat mich etwas ruhiger gemacht. Im Bett machte ich mich mit Sodoku richtig müde, konnte dann aber doch nicht schlafen, sondern wurde wieder richtig munter. Bei dem miesen Wetter hatte ich aber keine Lust auf eine lange Fahrt in die City, und erst recht keine auf einen langweiligen Friedrichshainer Club. Deshalb versuchte ich es einmal wieder damit, mich zu entspannen und die Gedanken einfach „fliessen“ zu lassen, und dieses Mal klappte es besser damit, weil keine unangenehmen Gefühle hochkamen. Ich schlief zwar nicht so gut, aber immerhin schlief ich.

13:00 Uhr: nachdem ich am Vormittag außer Krafttraining nur einen Brief ans Jobcenter geschrieben und die Suche nach Strom- und Internetanbieter geschafft habe, beginne ich jetzt damit, schon alles zusammenzupacken, was ich nicht mehr brauche bis morgen. Sogar meine Kommode habe ich schon runter in den Flur gebracht. Außer meinem Computer und dem Drucker passt fast der ganze Rest in ein paar Taschen und Tüten.
Das Meiste muss ich sowieso am Dienstag von meinen Eltern holen, darunter ein paar Stühle, die alles sind, was ich noch an Möbeln habe, einen Staubsauger, eine Matraze und natürlich meinen Boxsack.

15:00 Uhr: ich start zu einer Fahrradtour durch Berlin. Von Lichtenberg geht`s über Oberschöneweide und Neukölln bis nach Schöneberg, von da hoch zur Siegessäule und zum Hauptbahnhof, und dann zurück über die Museuminsel und vorbei am Roten Rathaus und der East Side Gallery. Insgesamt waren es 37km bei einem 18er Schnitt. Ich hab´s meinen Beinen ganz schön gegeben und nicht auf meinen Umzug Rücksicht genommen. Um 18:15 war ich wieder zu Hause.
Jetzt überlege ich, ob ich vielleicht schon morgen abend zu meinen Eltern fahre, nachdem ich alle Sachen von hier in meine neue Wohnung gebracht habe. Dann bin ich ausgeruhter beim Bepacken des Autos bzw. kann schon am Abend erste Vorbereitungen treffen.

19:00 Uhr: ich lade gerade die Daten meines persönlichen Blogs, den ich während meiner Reise für Freunde und Familie geführt hatte, hoch. Nachdem ich sie anonymisiert habe, will ich sie auch von hier aus zugreifbar machen, damit man meine Reise besser nachvollziehen kann. Und natürlich auch, damit ich mehr Leser bekomme.

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2013-04-27 – feddich!

16:30 Uhr: ein letztes Mal neun Stunden, dieses Mal ohne viele Pausen. Ich musste sogar noch ein wenig den Vorarbeiter machen, weil ich noch die meiste Übersicht hatte von unserer kleinen Truppe.
Jetzt kann ich mich voll auf meinen Umzug konzentrieren, muss aber noch die Meldung an das Jobcenter fertig machen, die auch die Sache mit dem „zuviel“ bezahlten Geld beinhaltet.
Weniger auf mein Gefühlsleben zu achten, hat auch zur Folge, das sich ein wenig echte Geilheit bemerkbar macht. Dabei ist ziemlich wahllose Fickrigkeit gepaart mit einer erhöhten Einsicht, wer zu mir passt und vor allem, wer nicht, was sehr viele sind. Wegen Punkt eins würde ich heute abend noch gerne weggehen, wegen Punkt zwei kann ich mir das im Grunde klemmen, denn der Anteil an möglichen Partnerinnen wird wie immer verschwindend klein sein, egal wo.

23:00 Uhr: jo, ich war dann doch etwas erschöpfter von der Arbeit als angenommen (ich habe bis eben gepennt). Kurz weggehen könnte ich trotzdem noch, denn viel zu packen habe ich hier in Berlin nicht. Das Meiste von meinem Zeug liegt immer noch in Umzugskisten bei meinen Eltern. Trotzdem wird es natürlich anstrengend werden, alles innerhalb der 24 Stunden, in denen ich das Auto habe, in die neue Wohnung zu bekommen.

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2013-04-26 – guter Durchschnitt

5:00 Uhr: heute habe ich natürlich besser geschlafen. Die Veränderungsmitteilung wegen des Umzuges habe ich gestern nicht mehr fertig gemacht. Jetzt hat es damit auch noch Zeit bis Montag.
Heute will ich auf alle Fälle einmal pünktlich auf Arbeit sein. Ich darf also jetzt keine interessanten Seiten bzw. geilen Nackten mehr finden.

15:30 Uhr: selbst unser Vorarbeiter hatte heute keine Lust mehr auf die Arbeit, weshalb es nicht mehr so anstrengend war.
Da ich ja heute für meine Verhältnisse viel geschlafen hatte, war ich natürlich angespannter und schlaffer als gestern. Das habe ich morgens sofort gemerkt, als ich vor die Tür trat. Trotzdem habe ich mich ganz wacker geschlagen, mich sogar getraut, unseren Spassmacher zu fragen, ob er heute nicht gut drauf wäre. Damit hatte er endlich einen Anlass, uns von seinem Ärger mit der verpfuschten Autodurchsicht zu berichten.
Morgen ist dann mein letzter Tag und ich kann mich danach voll auf meinen Umzug konzentrieren. Ich hab mir bisher noch gar keine Gedanken über Strom- und Internetanbieter gemacht. Das sollte ich nachholen.

16:00 Uhr: oh, yeah, Post vom Jobcenter. Sie wollen Geld zurück, weil sie angeblich zuviel bezahlt haben.
Dabei hatte ich ihnen mitgeteilt, dass mein Lohn in der Höhe unterschiedlich ausfallen wird. Sie hingegen sind nun einfach davon ausgegangen, dass ich immer 450 Euro, wie im ersten Monat, verdiene.

20:30 Uhr: in der Schwimmhalle findet ein Wettkampf statt, also wurde es nichts mit dem Schwimmen heute. Trotz leichter Angespanntheit konnte ich mich während der Fahrt stets relativ leicht und schnell von der beständigen wiederkehrenden Konzentration auf mein Gefühlsleben lösen. Allerdings wurde ich auch nicht durch einen direkten Kontakt mit anderen auf die Probe gestellt, läßt man länger anhaltenden Augenkontakt mal außen vor.
Ich fühlte mich ziemlich cool, aber auch einsam.

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2013-04-25 – mal wieder schlaflos, yeah!

4:30 Uhr: schon wieder gar nicht geschlafen. Die zwei Bier am Abend waren nicht hilfreich, genauso wenig wie all die Dinge, die ich wegen des Umzuges bedenken muss. Wegen meiner Tabletten halte ich aber trotzdem tagsüber ganz gut durch, was vielleicht auch ein Grund dafür ist, dass sie wirken, da Schlafentzug bekanntlich gut gegen Depressionen hilft.
Mir ist aufgefallen, dass ich Angst verspüre vor dem Gefühl bzw. Zustand in meinem Kopf, der eintritt, wenn ich mich, so weit es geht, entspanne. Wenn ich diese Angst durch Gewöhnung oder besseres Verstehen überwinden kann, sollte ich also viel besser schlafen können.

5:30 Uhr: ich bin etwas vor dem Computer hängengeblieben und jetzt spät dran. Gleich muss ich an das Gemecker bei meinem ersten Zuspätkommen am Dienstag denken und werde natürlich sauer. Mit abwechselndem Faustballen in der S-Bahn werde ich aber so mutig, dass ich genau den Meckerkollegen sehr laut und kräftig grüsse und über meine Zwei-Minuten-Verspätung wird kein Wort verloren.

16:00 Uhr: der Schlafentzug sorgt heute bei mir für ein gutes Selbstwertgefühl, und ich traue mich oft, Stärke und Wut zuzulassen. Trotzdem versuche ich mich immer noch mit allen möglichen Denktricks von der Wut (dem fremdartigen Gefühl in meinem Kopf) abzulenken. Ich muss mich immer wieder dazu anhalten, loszulassen und zuzulassen, und genau das ist auch meine häufigste Verdrängungsmethode: die Wahrnehmung des Zustandes bzw. des Gefühls.
Der Versuch, damit aufzuhören, wäre nur eine noch effektivere Methode der Verdrängung. So richtig entspannt ist es also nicht, teilweise habe ich auch schwächere Phasen. Insgesamt aber bin ich witziger als sonst, ohne schleimiger zu sein, und als wir einen schweren Gegenstand heben mussten, traute ich mich sogar, Anweisungen zu geben.

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