2013-04-11

7:00 Uhr: ich war eben schon Laufen, heute mal locker. Mein mangelnder Selbstbehauptungswille fiel mir wieder auf und ich laufe Gefahr, deswegen ins Grübeln und ins Depressive zu verfallen. Gegrübelt hatte ich davor im Bett schon, weil ich mich nicht richtig entscheiden kann zwischen lauter, aber billigerer Wohnung in der besseren Gegend (Weissensee) oder ruhiger Wohnung hier in Lichtenberg.
Dabei besteht weder bei der einen noch bei der anderen Sicherheit, dass ich sie überhaupt bekomme. In Weissensee habe ich immer noch die Hoffnung, dass ich den Vermieter mit einem Anruf oder einem Treffen von mir überzeugen kann, denn natürlich hat er sich noch nicht bei mir gemeldet.

12:30 Uhr: habe am Vormittag noch einmal drei Stunden im Bett gelegen, teilweise auch geschlafen. Klare Rückzugstendenz also, aber auch nötige Erholung.

16:00 Uhr: ich habe wieder ein bisschen an meinen Grafiken gearbeitet, mir fiel nichts anderes ein. Dann habe ich die Wohnung in Lichtenberg besichtigt und sie ist, für 1-Raum-Wohnungsverhältnisse, ein Schloß. Ich könnte dort eventuell schon Mitte Mai einziehen, ein bisschen grübele ich nur noch, weil ich dazu die Bearbeiterin vom Jobcenter schon wieder in Anspruch nehmen muss.

17:00 Uhr: also bin ich noch einmal rausgegangen und habe mir ein paar Bücher ausgeliehen, damit ich mir nicht ständig nackte Frauen im Netz angucken muss.
Meine geringer Hang, mich selbst anderen gegenüber zu behaupten, ist vielleicht eine Persönlichkeitsstörung, also ein Merkmal meiner Persönlichkeit, mit dem ich schlecht angepasst bin. Borderline ist zum Beispiel eine bekanntere. Diese Störungen sind, laut Manfred Lütz schwer ganz zu überwinden, sondern man muss vielmehr Strategien lernen, wie man besser mit ihnen zurecht kommt. Das klingt für mich plausibel, denn immerhin baut das gesamte Selbstbild, Verhaltensweisen und Überzeugungen miteingeschlossen, auch auf diesen problematischen Eigenschaften auf. So ist es für mich oft vollkommen unverständlich, warum viele Menschen ständig soviel Aufwand betreiben, um andere zu beeindrucken, und ich mag an mir, dass ich meistens darauf verzichte.
Dies zu ändern, setzte erst einmal voraus, andere Eigenschaften von mir zu finden, die als Grundlage eines positiven Selbstbildes, und somit als Ersatz, dienen könnten.

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