2013-04-06

4:30 Uhr: wach nach nur vier Stunden und mies drauf. Ich entscheide quasi nachzuholen, wozu ich am Vorabend keinen Mut mehr hatte und gehe Laufen. Einfach war es jedoch nicht, aufzubrechen, denn der Drang, sich wieder jammernd ins Bett zu legen, war gross. Die Erinnerung an meine Entscheidung nach Afrika zu reisen hilft mir, denn ein Weiter-so ist auch jetzt nicht mehr sinnvoll.
Aber allein der Gedanke, was die Leute über einen nächtlichen Jogger denken, macht es schwierig. Dennoch habe ich, sogar häufiger als beim letzten Mal, wieder zwischendrin geboxt, sogar direkt vorm Bahnhof, wo die Polizei stand. Die fast noch leeren Strassen machten das etwas leichter.
Eine Anregung brachte mir das Buch von Manfred Lütz: für eine Verbesserung meiner Lage braucht es kreative Ideen. Also das Gegenteil von runterziehenden Gedankenschleifen. Einfach wird es allerdings keineswegs, denn allein ein Stöhner meines Mitbewohners, der in seinem Zimmer schlief, liess die Anspannung schon wieder merklich wachsen.

19:30 Uhr: ich setze mich selbst zu sehr unter Druck. Habe heute sehr viel geschlafen und müsste noch einmal raus, gerade weil ich merke, dass ich es eigentlich nicht will. Die Ausrede steht parat: ich spüre immer noch den Lauf von heute morgen in den Beinen.

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