2013-03-29 – er, sie, es – wir nerven

7:00 Uhr: ich war doch nicht weg. Angesichts der Schneemengen draussen war das auch in Ordnung so. Dennoch muss ich unbedingt mehr Kontakt zu anderen kriegen, ansonsten müsste ich wieder anfangen in Traumwelten abzugleiten, weil die Einsamkeit auf Dauer zu sehr schmerzt.

10:30 Uhr: da mich doch niemand angerufen hat aus der Firma, fahre ich wieder zu meiner Schwester streichen. Zwei Freundinnen von ihr sind noch da, wodurch ich zwar etwas gehemmt bin, aber dennoch läuft es ganz gut.

14:00 Uhr: irgendwie bin ich etwas nervig bzw. stressig für meine Schwester heute. Ich bin bei allem so genau, weiss vieles viel besser und es nervt mich, dass sie falsch streicht (ich hatte mich mal im Internet informiert darüber).
Sie beschwert sich natürlich familientypisch: wenn überhaupt, dann nur dezent.

18:00 Uhr: eigentlich wollte ich noch ein bisschen fernsehen, aber meine Schwester hat es geschafft, mich zu vergraulen, denn die Sendung, welche sie aufgenommen hatte und „eigentlich“ gucken wollte, möchte sie „lieber alleine ansehen“ , weshalb sie beginnt, in einem anderen Zimmer zu lesen.
Ich störe also, nachdem ich den ganzen Tag bei ihr gearbeitet hab. Natürlich bin ich sauer, sage aber nichts, sondern gehe. Da ich aber vergessen hatte, meine Brille zu putzen, muss ich noch einmal zurück, und jetzt entscheide ich mich, ihr noch „viel Spass“ beim fernsehgucken zu wünschen. Als ich aus dem Bad komme, geht die Energie aber doch in einen Witz, der zwar nicht nur nett gemeint war, von ihr aber nur so verstanden wurde.

18:30 Uhr: zu Hause angekommen brabbelt der Mitbewohner seinen Gruß auch nur wieder in seinen Bart. Eigentlich wollte ich ihn mit einem strammen „Mahlzeit“ grüssen, aber raus kam ein viel zu nettes „Nabend“. Das habe ich davon, es für besser zu halten, die Wut auf meine Schwester nicht in meiner WG rauslassen zu wollen. Darum musste ich in meinem Zimmer wieder Boxen.
Zweimal hintereinander geht der Plan also in die Hose, wohl, weil ich wieder nicht gemerkt habe, wie ich mich durch die „nicht erlaubte“ Wut wieder verbogen habe, anstatt es einfach so rauszulassen, wie es raus will, ohne Plan.
Morgen kommen auch noch meine Eltern zu meiner Schwester, um zu helfen. Dann werde ich garantiert wieder mit dieser Art Plan, dieser „Spontangrübelei“ weitermachen. Bin gespannt, ob es mir dann auffällt.

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