2013-03-28 – gar nicht cool

2:40 Uhr: der Wecker klingelt. Aufstehen zum Winterdienst. Obwohl es gar nicht schneit. In der Strassenbahn setzt sich ein Kollege zu mir. Ich bin wie so oft in den Öffentlichen, ein bisschen angespannt. Das Gespräch stockt.
Auf dem Weg zur Firma wird es besser, aber auch beim Warten (es schneite dann doch nicht) merke ich meine Unsicherheit, meine Angst, alleine gelassen zu werden, alleine dazustehen, während alle anderen sich unterhalten. Ich reagiere witzelnd und mit schleimiger Lache, zur Abwechslung auch mit „schlauen“ Bemerkungen. Das Sich-selbst-nichts-vormachen nagt wieder mal an mir, denn ich gehöre nicht zu den „Coolen“, den Abgeklärten, so wie ich es immer versucht habe, mir selbst einzureden. Nein, ich gehöre zu den „Hoschis“. Tough luck, aber besser man weiss es, und hoffentlich vergesse ich es auch nicht so bald wieder.
Die Granatenweiber, von denen ich, wie wohl viele, träumte, kann ich mir also aus dem Kopf schlagen. Das macht eigentlich nichts, denn was soll ich mit einer, die sowieso nicht zu mir passt. Ich habe daher jetzt größere Chancen als vorher, weil ich realistischer bin. Aber einen kleinen Traum habe ich immer noch: das eine blonde „Frollein“, welches ich beim Rehaträger gesehen hatte, geht mir nicht aus dem Kopf. Sie ist unsicher, weil sie auch was „Psychisches“ hat, sieht aber richtig gut aus. Dummerweise ist sie auch der Typ Frau, der immer zu allen nett ist, auch wenn sie einen Freund (oder gar Mann?) hat. Sie einmal wieder zu sehen wäre trotzdem cool.

9:00 Uhr: schon wieder los Druckerpatronen kaufen. Wegen des Schlafmangels ist meine Stimmung ziemlich gut, obwohl der Tintenladen erst um zehn öffnet.

10:30 Uhr: wieder zu Hause. Plötzlich ist auch die blaue Patrone leer. YEAH!
Ich mache ein wenig Hausarbeit und die Konversation mit „Alexander“ beschränkt sich auf das Unvermeidliche. Meine Devise bleibt unverändert: möglichst keine Selbstverleugnung, auch ein „Hoschi“ hat seine Würde.

18:30 Uhr: habe gerade meinen Ostereinkauf gemacht. Er fiel bescheiden aus, da ich ja viel bei meiner Schwester sein werde.
Ich bin gerade nicht so gut drauf, weil ich keine Lust darauf habe, den Abend allein zu verbringen. Da werd ich wohl in den sauren Apfel beissen müssen und mich unters Volk mischen, obwohl ich morgen früh zur Arbeit muss.

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