2013-03-18

6:00 Uhr: als mein Mitbewohner um vier aufstand, wurde ich kurz wach, schlief aber heute noch einmal ein. Jetzt musste ich wieder an die Szene am Samstag mit meiner kleinen Nichte denken, in der die Emotionen so hochkochten. Sie beschäftigt mich, weil es in ihr auch um mich ging. Die Barschheit meiner Mutter mit der Kleinen, meine Schwester, die die Wut der Kleinen nicht aushalten kann und am Ende meine Mutter, die sich immer noch für meine Schwester verantwortlich fühlt, und sie somit „kastriert“ (ein Wort das ich verwenden kann, weil es in unserer Familie für viele Söhne fast darauf hinaus läuft).
Bei dieser Gelegenheit konnte ich sehr gut sehen, wie die Wut und die Traurigkeit ganz konkret vermischt werden: meine Nichte ist sehr wütend, meine Schwester bringt sie auf den Flur und nun kommt zumindest bei mir auch die Traurigkeit ins Spiel, denn ich wäre nun auch traurig darüber, allein gelassen worden zu sein, weswegen ich ja in dem Moment zu meiner Nichte ging.
Danach gab meine Schwester der Kleinen noch auf ganz „nette“ Weise (passiv aggressiv) die Schuld daran, dass sie nicht in Ruhe essen konnte, was zumindest später, wenn sie es besser kapiert, dazu führen wird, dass sie auch rational einen Weg finden wird, sich zu erklären, dass ihre Gefühle nicht „in Ordnung“ sind. Dies ist eine „sehr gute“ Methode, um die „kleinen“ Gefühle zu verdrängen, weswegen diese nicht ausgedrückt werden können, weshalb sie sich dann anstauen und zu einem immer größer werdenden Frust führen. Auch dabei muss ich noch sehr viel lernen und meine Gefühlsdetektoren verfeinern.

12:00 Uhr: vormittags hab ich nach kurzem Krafttraining ein wenig aufgeräumt und geputzt. Jetzt beim Einkaufen kontrolliere ich mich viel zu stark.

16:30 Uhr: ich konnte eben beim Gespräch mit meinem Mitbewohner mal etwas von der Kontrolle weglassen. Es lief ganz gut.
Heute nacht muss ich meinen Winterdienst alleine machen, dass heisst ich muss das Multicar fahren. Ich würde mich mehr darauf freuen, wenn die Karre nicht so klapprig wäre.

18:00 Uhr: ich wollte mir eigentlich eine Wohnung ansehen, aber eine Viertelstunde vor dem Termin warteten schon über zehn Leute vor der Tür. Da ich im sogenannten Kreuzkölln sowieso nicht so gerne wohnen würde (zu große Hipsterpopulation), bin ich lieber gleich schwimmen gegangen. Dieses Mal achtete ich nicht so sehr auf die Technik und schwamm trotzdem ganz ordentlich. Dennoch mache ich noch immer den Oberkontroletti.
Wahrscheinlich werde ich deswegen über Ostern auch nicht mit meiner Schwester zu meinen Eltern fahren. Drei Tage sind mir einfach zu viel dafür, dass meine Nichten – der wichtigste Grund für mich mitzufahren – von zu vielen anderen Personen in Anspruch genommen werden, so dass zu wenig Zeit für mich bleibt. Wenn ich für Sonntag eine Mitfahrgelegenheit finde, könnte ich ja nachfahren.

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