2013-03-11

23:00 Uhr: ich habe mich vor der Arbeit noch ein bisschen hingelegt, kann aber nicht schlafen. Stattdessen achte ich auf meinen Atem, denn mir ist aufgefallen, wie sehr ich ihn immer kontrolliert habe, ganz so, als wollte ich nicht zu hören sein. Der Hauptgrund dafür war, dass man, wenn man wütend ist, zu einer quasi pumpenden Atmung tendiert, die ich natürlich zusammen mit der Wut unterdrückt habe. Dazu fällt mir ein Satz ein, den meine Mutter so vielleicht nie gesagt hat, der aber zu ihr passen würde: „Du brauchst gar nicht so zu pumpen.“
Diese Atmung und damit die Wut zuzulassen, war definitiv wichtiger, als zu schlafen, zumal ich mich stellenweise ganz von alleine beruhigte, also auf ganz natürliche Weise.

7:00 Uhr: weil ich wenig geschlafen und viel geschuftet habe, geht’s mir hervorragend. Die Atmung ist nur der Anfang, darüberhinaus fallen mir immer mehr Sachen auf, bei denen ich mich selbst manipuliere oder sonstwie schlecht behandele, so z. Bsp. wenn ich dumme Einfälle von mir für schwachsinnig erkläre.
Im Übrigen gefällt mir Lichtenberg immer besser. Der Grund dafür ist eigentlich seltsam: ich habe schon den zweiten richtig guten Bäcker entdeckt. Vielleicht ist es auch so eine Art Heimatgefühl, denn diesen mir von jeher bekannten Geschmack in Kombination mit dem niedrigen Preis gibt es wahrscheinlich nur in Ostdeutschland.

15:30 Uhr: ich muss unbedingt herausfinden, warum ich, wenn ich etwas Sinnvolles tun will, so oft in Lethargie verfalle und beim Versuch, diese zu überwinden, wütend werde.
Ähnlichkeit hat es auf jeden Fall ein wenig mit dem kleinen Schuldgefühl, das ich spüre, wenn ich mir nackte Damen im Internet ansehe.

18:30 Uhr: jedenfalls war ich zumindest heute, gleich nachdem ich diese Sätze geschrieben habe, irre produktiv. Von Bad putzen und Abwaschen, bis nach Wohnungen suchen und an meinem Header arbeiten, war alles dabei.
Als dann aber meine Firma anrief und mir mitteilte, dass ich heute nacht wieder arbeiten müsse, hatte ich auch einen richtigen Grund, einen Gang runterzuschalten, denn es war schon eine ganze Menge Schnee, zumindest fürs Flachland, in den letzten zwei Tagen.

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