2013-02-26

20:30 Uhr: ich hatte mich gegen das Joggen entschieden und die Wut runtergeschluckt. Jetzt wird mir wieder wirr im Kopf.

22:00 Uhr: mir geht´s nicht gut, ich bin depressiv, aber ich verrenne mich nicht in endlosen Grübeleien, obwohl mich alles sehr an frühere Zeiten von manchmal tagelanger Lethargie erinnert, bis hin zu den Gedanken, anderen (meinen Mitbewohnern) möglichst aus dem Weg zu gehen.

7:30 Uhr: ich war gleich nach dem Aufstehen Laufen. Zuerst weinerlich, dann etwas grüblerisch, aber entspannend wirkte es auf jeden Fall. Besonders gut war, dass Passanten mich teilweise zu einer Bruststraffung animierten. Vielleicht sollte ich auch mal wieder schwimmen gehen.

9:00 Uhr: nur ein „Morgen“ eben mit „Alexander“, sonst Stille.

18:30 Uhr: der Morgen mit dem Hinweis von Mitbewohner 2, dass ich die Dusche nicht richtig putze, und der Mittag mit einer unfreundlichen Jobcenter-Mitarbeiterin haben mir wieder einmal gezeigt, dass ich in puncto Meinungsagen noch große Defizite habe. Dies könnte eine Sache sein, bei der ich Neues ausprobieren kann bzw. sollte.
Hilfreich wären aber schon erste Erfolge beim Wut rauslassen mit Sport, weil sich ansonsten Beides vermischt.

20:00 Uhr: ich fahre Schwimmen und wieder fällt mir auf, wie sehr ich mein Verhalten nach den Erwartungen anderer, also auch wildfremder Menschen ausrichte. Wobei das natürlich schwierig ist, denn was weiss ich schon von deren Erwartungen.

21:00 Uhr: Schwimmen ist derzeit für Verringerung der Wut weniger geeignet, weil ich mich dabei zu stark auf meine Technik und auch wieder auf die anderen Schwimmer konzentriere. Je besser mir die Schwimmtechnik aber in Fleisch und Blut übergeht, desto weniger würde ich auch bewußt auf sie achten. Gut dass der Eintritt mich nur €2,50 kostet.

22:30 Uhr: auf dem Weg nach Hause, vorbei an einer Musikkneipe (heute allerdings ohne Musik): ich will meine Wut partout vor anderen verbergen, dadurch werde ich weinerlich und schleime andere an. Dazwischen passiert etwas, was ich noch nicht verstehe.
Das besonders Dumme ist, dass ich auch versuche, andere nicht zu Verhalten zu provozieren, dass mich wütend machen könnte, was vor allem Herabsetzungen wären. Ich manipuliere sie also permanent. (Tausend Dank dafür an meine Mutter.)

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