Ich bin beschäftigt

Die letzten Tage waren bestimmt von Arbeiten und Feiern. Bei der Arbeit handelt es sich um den Umzug und die letzten Renovierungsarbeiten von einem Freund in Baden-Württemberg, der zusammen mit seiner Frau ein Häuschen hatte sanieren lassen.
Das Feiern hätte ein bisschen exzessiver ausfallen können, aber dazu war die Gäste zu steif. Lustig wurde es dennoch. Die Arbeit würde von einer großzügigeren Versorgung mit Material (Kisten, Papier etc.) profitieren, bei so etwas spart mein Freund als Akademiker am falschen Ende.
Gleich am ersten Arbeitstag habe ich auch sofort wieder einen alten Fehler begangen, indem ich besonders gut sein wolllte, um danach dafür gelobt zu werden, und so einen Haufen unnötige Arbeit verursacht habe. Diese Misere ist jetzt, nach vier Tagen, da man zwischendurch immer wieder das Trocknen von Spachtelmasse und Farbe abwarten musste, zum Glück fast vollständig beseitigt. Allerdings blieb dadurch natürlich vieles Andere liegen, weshalb wir nun noch mehr in Zeitnot geraten werden (am Freitag ist die Umzugsfirma bestellt).
Wenigstens weiss ich mittlerweile, warum ich den Fehler beging und kann hoffentlich daraus lernen. Die ersten Tage allerdings war ich deswegen viel zu gestresst, als dass es mir hätte klar werden können. Wenn mir so etwas in einer Firma passiert wäre, wäre der Stress noch größer gewesen, und mit ihm die Gefahr, deswegen noch mehr Fehler zu begehen, die noch größeren Stress verursachen, wodurch ich letztendlich gar nicht mehr auf die Ursache gekommen wäre. Auf diese Weise kann ein Kreislauf beginnen, aus dem man sich nur schwer befreien kann.

Am Sonntag werde ich dann von hier aus nach Berlin fahren und die erste Nacht in meiner neuen, wenn auch befristeten Bleibe dort verbringen. Da es sich um ein Zimmer in einer Zweck-WG handelt, werden die sozialen Kontakte ausserhalb meiner Familie sprunghaft ansteigen. Ich bin schon gespannt, wie sich die Dinge dort für mich entwickeln werden, natürlich auch, was die weitere Entwicklung mit meiner Freundin, der Kenianerin, betrifft.
Zusätzlich hat auch eine Firma, bei der ich schon ein Vorstellungsgespräch hatte, immer noch lose Interesse an mir. Auch mit dieser Möglichkeit würde ich am liebsten ein wenig herumexperimentieren, aber auch dort könnte der Stress für mich schnell nicht mehr beherrschbar werden (siehe oben). Vor allem habe ich Angst, dass deshalb die Beziehung zu meiner Freundin leiden könnte.

Nun muss ich weiter arbeiten, wenn auch vielleicht nicht mehr komplett „perfekt“, so doch wenigstens gut. Immerhin lässt mein Freund dafür ein paar Scheine springen.

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