Ich vermisse sie (in extremer Form)

0:50 Uhr – eigentlich sollte ich längst schlafen, denn schon die letzte Nacht war kurz, und der Arbeitstag anstrengend. Mir ist zu warm und die erste Matraze war zu weich, aber entscheidend ist wohl, dass ich schon zwei Tage vergessen habe, meine Tablette zu nehmen.
Deshalb spüre ich jetzt wieder mein chronisches Defizit an körperlicher Nähe und Zärtlichkeit. Es ist fast, als fühlte ich, wie meine Haut weint. Das führt dazu, dass ich aggressiv und geil werde, aber ich habe jetzt schon angespannte Waden, was durchs Onanieren, was mich ja eigentlich entspannen sollte, noch zunehmen würde.

In den letzten Tagen ist mir wieder verstärkt bewusst geworden, wie sehr ich schon bei geringen Anlässen zu Selbstmitleid neige (der oftmals einzig akzeptierte Umgang mit Problemen in meiner Familie). Natürlich ärgere ich mich deshalb ein wenig über mich selbst, ich weiss aber auch, dass ich mir das Selbstmitleid nicht einfach „verbieten“ darf, weil das nur dazu führen würde, dass ich es nicht mehr als solches wahrnehmen könnte.
Besonders stark ist dieser Reflex bei schönen Frauen, ich erwähnte es schon, aber weil mir das heute beim Telefonat mit meiner Freundin bewusst war, war ich recht entspannt dabei. Das beste war, dass auch sie sich merklich über meinen Anruf freute, weshalb ich vielleicht bald wieder einmal Gelegenheit habe, mein Zärtlichkeitsdefizit ein wenig zu reduzieren.

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