Das Ende der Reise: eine neue Heimat

Morgen werde ich noch ein paar Vorbereitungen treffen, übermorgen kommt meine Schwester und ihre Familie zu Besuch, und am Tag danach geht es dann für mich endlich auf in mein „neues“ Leben.
Ich habe ein Zimmer in Berlin, vorerst für zwei Monate, gefunden, was aber genug Zeit sein müsste, um auch für danach etwas zu finden. Vor allem aber bin ich mit dem, was es hier bei meinen Eltern für mich zu tun gab, fertig, denn ich habe die letzte Barriere, die mich noch auf meinem Weg hindert, zumindest schon einmal erkannt, wenn auch natürlich nicht überwunden.
Dabei handelt es sich um den mir von meiner Mutter eingeimpften Perfektionismus, der fast nie befriedigt werden konnte, weil die Anforderungen stets zu hoch für ein Kleinkind waren. So musste es auch sein, diente er doch meiner Mutter dazu, endlich auch einmal einen Schwächeren zu haben, an dem sie ihren Frust auslassen konnte. Das Ergebnis dessen war, dass ich in meinen eigenen Augen fast nie etwas gut genug machen konnte. Gerade bei schönen Frauen schrumpfte mein Selbstvertrauen fast immer auf Stecknadelgröße.
Dadurch lässt sich auch meine jahrelange Lethargie begründen, denn anstatt immer wieder alles „zu schlecht“ zu machen, habe ich am Ende lieber möglichst wenig gemacht. Auch in diesem Blog setze ich viele Ideen ja nur sehr langsam um.

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter 3 - Bei den Alten abgelegt und mit , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s