Paragraphenstudium und andere Späße

Ich mach mir nicht mehr so viele Gedanken, was die praktischen Dinge betrifft. Wohl auch deswegen habe ich nur ganz allmählich herausgefunden, wie die Dinge bei mir als Hartzer und meinem Umzug nach Berlin stehen.
Nur mit einem Job bekäme ich auch eine Genehmigung zum Umzug, ohne Genehmigung aber gibt mir kein Vermieter eine Wohnung, obwohl es sogar ein Gerichtsurteil (Link, einfacher hier) des Bundessozialgericht zu einem Fall aus Berlin dazu gibt, das die Jobcenter auch in so einem Fall zur Zahlung der vollen Miete verpflichtet, sofern diese unterhalb der festgesetzten Höchstbeträge liegt.
Gestern rief ich noch einmal im Jobcenter an, weil ich herausfinden wollte, ob ein Auszug aus der Wohnung meiner Eltern als Grund akzeptiert werden würde. Die Frau am anderen Ende der Leitung war sehr nett und hat sich sogar ziemlich aufgeregt, als ich ihr erzählte, dass ich mit meinen 37 Jahren gerade bei meinen Eltern wohne. Sie hat sich dann für mich erkundigt, und die Lage ist so, dass ich zwar eine Umzugsgenehmigung bekommen würde, aber nur für eine „ortsnahe“ Wohnung, also nicht für Berlin, wo die Chancen eine Arbeit zu finden erheblich(aber wohl schwer nachweisbar) besser stehen.

Das einzige, was ich jetzt unternehmen kann, wird wohl sein, dass ich mir ein Zimmer als Untermieter oder in einer WG suche, was natürlich für mich auch stressiger werden könnte, als für jemand ohne psychische Erkrankung. Deswegen bin ich auch darauf aus, mir vorerst nur eine befristete Bleibe zu suchen. Vielleicht bekomme ich das Berliner Jobcenter dann bei Ablauf des Mietvertrages dazu, mir eine Umzugsgenehmigung auszustellen, mit der ich mir dann eine eigene Wohnung suchen könnte.

Nicht einfacher wird alles auch noch deshalb, weil ich im Moment wieder sehr grüblerisch und angespannt bin. Vorgestern, beim Treffen mit meiner Freundin, kam es deswegen auch schon zu einem Moment grosser Unsicherheit, den sie aber dieses Mal noch mit mir ertragen hat. Ja, sie ging am Ende sogar auf mich zu und half mir damit, es hinter mich zu bringen.
Dies scheint mir mit Deutschland und den Deutschen zusammenzuhängen und nicht zuletzt auch mit dem teils ekelhaften Wetter und den langen Nächten, die wir jetzt hier haben. Zur Wirkung der Deutschen und ihres Verhaltens untereinander und natürlich auch mir gegenüber hoffe ich in Zukunft noch mehr herauszufinden.

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