Liebesentzug nehmen und geben lernen

Was mich immer noch behindert im Umgang mit anderen Menschen ist die Angst, von ihnen abgelehnt zu werden, indem sie mich vollkommen ignorieren. Meine Mutter setzte und setzt immer noch dieses Mittel des Liebesentzuges als ihr stärkstes Machtmittel ein, und mich trifft es noch immer. Deshalb versuche ich auch immer noch, egal, mit wem ich es zu tun habe, dem möglichst entgegen zu wirken. Ich bin, so viel ich auch schon dazu gelernt habe, immer noch ein Schleimer, jemand, der in der jeweiligen Situation potentiell zu freundlich und zuvorkommend ist.
Ich will damit nun aufhören, indem ich versuche, den Spiess umzudrehen, und meine Mutter leiden zu lassen, weil es in meinen Augen keinen anderen Weg gibt, ihr zu zeigen, wie verletzend ihr Verhalten für andere ist. Dabei bekomme ich allein schon bei dem Gedanken die Krise, nahezu Panik, weil die Angst einfach zu tief sitzt, selbst Opfer dieser Grausamkeit zu werden. Wie es also genau ablaufen wird kann ich jetzt nicht sagen. Vor einer Stunde, als meine Mutter die Fahrzeugpapiere, die in meiner Hosentasche waren, brauchte, habe ich zumindest kläglich versagt, denn ich war, wenn auch auf entsprechend verschlafene Weise, viel zu nett.

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3 Antworten zu Liebesentzug nehmen und geben lernen

  1. dastorlosetor schreibt:

    Hi Annaf,
    hm .. also sei nicht böse, wenn ich das so sage, aber: So wird das auch nix! *smile
    „Hass wird niemals durch Hass überwunden
    Hass kann nur durch Liebe überwunden werden;
    das ist ein ewiges Gesetz“
    (Buddha)

    Versuche es doch einmal mit … Vergebung. Ich weiß, dass das nicht einfach ist, und Voraussetzung dafür, anderen zu vergeben, ist, dass man sich selbst vergibt – sich selbst liebevoll annimmt, mit all seinen Eigenheiten. Eine Deiner Eigenheiten ist das Suchen nach Liebe – ein Suchen, das durch eine Dysthymie verstärkt auftritt. Aber wie willst Du Liebe finden, wenn Du „den Spieß umdrehst“? Das setzt nur immer weitere Emotionen frei, traurige Emotionen, hasserfüllte Emotionen, Enttäuschungen. Ich weiß nur zu gut, WIE schwierig das ist, aber: Sei doch nicht so hart zu Dir! „Schleimer“ … wieso bist Du ein Schleimer? Weil Du eine ausgeprägte Sehnsucht nach Harmonie und Liebe hast? Dann würde ich mir wünschen, dass die ganze Welt aus Schleimern bestünde :)
    Also: Komme langsam aber sicher in Frieden mit Dir selbst, nimm Dich an wie Du bist, vergib Dir selbst Deine „Unzulänglichkeiten“ (die übrigens gar keine sind – Du empfindest das nur so weil Du meinst, Du müsstest anders sein, als Du bist … musst Du aber nicht!!). Und wenn Du begonnen hast, Dich selbst zu verstehen, dann kannst Du vielleicht auch deine Mutter verstehen und alle anderen, die in Dir Schmerz verursachen.

    „Vergiss nie, dass wir mit allen Menschen auf der Welt mehr gemeinsam haben als uns trennt“, sagt ein spiritueller Lehrer. Sieh Eure Gemeinsamkeiten, versuche zu verstehen, wo IHR Leid liegt, und dass auch SIE im Grunde Harmonie und Liebe sucht – denn das tut jeder Mensch auf dieser Welt. Aber tue Dir einen Gefallen: Vergelte nicht Gleiches mit Gleichem – es führt zu nichts außer Hass, Leid und Gewalt … glaub mir :)

    Ich sende Dir Metta (Liebende-Güte)
    „Phra“ Michael

    • unnaaf schreibt:

      Von Hass habe ich ja gar nicht gesprochen. Ich denke einfach ab und an einmal selber gerne, und probiere auch einmal Sachen aus, ohne viel nachzudenken, oh großer Bevormunder.

      • dastorlosetor schreibt:

        Es tut mir Leid, dass ich als Bevormunder übergekommen bin.
        Und es tut mir Leid, dass ich auf Deinem Blog kommentiert habe – kommt nicht wieder vor :)
        Meine Idee war, Dir eine Hand zu reichen, weil ich weiß, wovon Du sprichst. Aber es ist in Ordnung, wenn Du auf sie spuckst – ich wollte Dir nicht zu nahe treten!
        Ich wünsche Dir alles erdenklich Gute!
        Mit Metta

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