Auf in ein Neues

Morgen geht es wieder los, erst einmal nach Berlin, wo eine dunkle Perle auf mich wartet. Die Euphorie in dieser Beziehung ist neu und durch die Mails und ein Telefonat in der letzten Woche entstanden.
Die Drähte sind wieder raus aus meinem Finger und ich kann schon wieder ganz gut tippen. Steif ist er aber noch ein wenig, weswegen ich vorerst auch noch krank geschrieben bin, was immerhin Ruhe vorm Jobcenter bedeutet.
Auf meine zwei Bewerbungen in Köln hat sich niemand gemeldet, weshalb ich jetzt dazu übergegangen bin, einfach zu behaupten, dass ich eine Wohnung dort schon sicher hätte. Sollte mich jemand einstellen, könnten mir einige turbulente Wochen bevorstehen, bevor ich eine bezahlbare Wohnung gefunden habe. Um Geld zu sparen, werde ich wahrscheinlich gezwungen sein, die Unterkunft häufig zu wechseln, weil ich auf keinen Fall länger als zwei Wochen in eine WG ziehen werde.

Die ungeplante Auszeit hat auch ihre Vorteile mit sich gebracht. Ich bin jetzt gelassener damit, bei meinen Eltern zu wohnen, was mir ein gutes Omen für den Neubeginn zu sein scheint. Auch konnte ich wieder einmal feststellen, wie sehr ich mein Verhalten, meine Gedanken und Gefühle kontrolliere, wofür das Leben mit meinen Eltern, die selbst Meister darin sind, ideal geeignet zu sein scheint. Anfangs lässt man sich anstecken, um dann, ja stärker man es betreibt, umso deutlicher zu merken, was man sich selbst antut.
Meine Verletzung hatte auch dazu geführt, das ich kaum Sport treiben konnte, und somit keine geeigneten Wege hatte, reichlich vorhandene überschüssige Energien loszuwerden. In den ersten Tagen bin ich noch spazieren gegangen, was bei längeren Strecken und schlechteren Wegen auch schon ein bisschen etwas bringt. Zusätzlich dazu hatte ich aber auch sofort begonnen, weniger zu essen, um zum einen nicht noch mehr zuzunehmen, zum anderen auch, um meiner Mutter zu zeigen, dass sie mich nicht manipulieren kann mit ihrer Ich-kümmere-mich-um-alles-ohne-mich-könnt-ihr’s-nicht-Masche.
Wegen meiner Blähungen habe ich dann vor einer Woche sogar begonnen, auf Zucker und alles Süsse zu verzichten. Das führte zu einer deutlichen Reduzierung der Gasentwicklung, da den Bakterien die Nahrung genommen wurde, und meiner Mutter sind somit fast schon sämtliche Wege der Manipulation und Kontrolle genommen, welche sie nur ein klein wenig zurück erlangen konnte, indem sie begann, Salate zu machen. Deutlich feststellen konnte ich dabei auch, wie sehr ich das Süsse (Joghurt, Schokolade etc.) bisher benutzt hatte, um mich selbst zu manipulieren, weil ich mit dem Genuss auf eine Verdrängung auf gedanklicher Ebene verzichten konnte. Diese hatte mir, weil sie eine merkliche Veränderung im Bewußtsein bedeutet, oft Angst gemacht. Außerdem bringt sie Erschöpfung mit sich, da ständig Energie für die Unterdrückung der verdrängten Gefühle eingesetzt werden muss, so als würde man die ganze Zeit versuchen, ein schwieriges Problem zu lösen.
Auch zielloses Herumsurfen im Internet benutze ich auf die gleiche schädliche Weise. Zu tun gibt es also noch eine Menge in diesem Punkt.

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