Meine neue Liebe – und mehr vom gleichen „Scheiss“

Hallo lieber Leser, der Du Dich doch einmal auf diese Seite verlaufen hast. Ich darf Dich hiermit als meinen neuen Intimfreund begrüssen, denn alle anderen scheine ich durch die Posts der letzten Zeit vollends vergrault zu haben.
Ich gebe zu, das Thema Introjekte (hier die einzige von mir im Netz gefundene Definition, die mir Mitscherlichs Verwendung des Begriffes (was bin isch ein grosze Mahn ;-) zu entsprechen scheint: http://www.irgendwie-anders.de/family-circles-Introjekte.html) klingt alles andere als spannend. Nur, die Beschäftigung mit mir selbst, mit dem Ziel, aus meinem Leben ein lebenswertes solches zu machen, hat noch nie zuvor so viel Früchte getragen wie in der letzten Zeit. Deswegen muss ich nun auch „wohl oder übel“ damit fortfahren.
Ich gebe ja zu, meine zahlreichen Therapeuten hatten sicherlich gute Gründe, mir nichts davon erzählt zu haben, denn ich zeigte zu dieser Zeit sicher ein genauso starkes Abwehrverhalten gegen diese Thematik, wie mein Vater, wenn ich mit ihm über die Konflikte mit seiner Mutter rede.

Gestern jedenfalls habe ich zum ersten Mal deutlicher als gewöhnlich, die Rationalisierungen, von denen auch Mitscherlich in seinem Buch spricht, ganz konkret in Aktion erlebt.
Ich fuhr mit der Strassenbahn und fühlte mich irgendwie angespannt, nervös und aufgewühlt, mein Kopf arbeitete mehr als einem entspannten Zustand zuträglich wäre. Wie in letzter Zeit üblich, erklärte ich mir diese Gefühle dadurch, dass ich diese hektische Art alles, vor allem mein eigenes Verhalten perfekt gestalten zu müssen, von meiner Mutter per Introjektion, also unbewusst, übernommen hatte.
Wie in meinem alten Leben so oft, begann ich daraufhin, andere Leute in der Bahn zu verdächtigen, mir nicht wohl gesonnen zu sein, bzw. auf mich herabzuschauen. Dieses Mal wurde mir aber klar, dass es mein Gefühl war, welches zuerst da war, und dass diese Gedanken nur von mir gedacht wurden, um meinem Verstand einen „guten“ Grund für dieses Gefühl zu geben, damit ich mich selbst als „normal“ wahrnehmen kann, weil ich mich ja aus diesen „guten“ Gründen so verhalten „muss“. Denn es ist wohl nichts quälender, als wenn man sich selbst als nicht in diese Welt passend erlebt, würde dies doch bedeuten, dass man die Möglichkeit, je auf befriedigende Weise mit seinen Mitmenschen zusammen zu sein, verlöre.

Themawechsel:
Kennt ihr diesen Typ Frau: mittleres Alter, trotzdem noch schön, lange gebräunte Beine in Hotpants, steil aufgestellte Granatentitten, Zuhälterbrille, oder kürzer: Russin im Prolllook mit Ständergarantie?
So eine hat mich gestern hier in Köln an der Ampel taxiert, und, da ich solches nicht gewöhnt bin, hat sie mich damit ein wenig durcheinander gebracht. Darüberhinaus war es das letzte Bisschen, was noch fehlte, damit ich Köln vollends in mein Herz schliesse. Wenn ich es mir jetzt so überlege, selbst der Typ mit dem ich mich am Sonnabend im Roxy angelegt hatte, der mir dabei eine Kopfnuss gab, wodurch ich Nasenbluten bekam, und der sich nach anschliessender Diskussion vorm Club noch mit mir unterhalten wollte, spricht für diese Stadt.
Dies, zusammengenommen mit den anderen netten Menschen (aka junge Mädels ;-) hier, hat dazu geführt, dass ich mir sehr gut vorstellen kann, hier in Köln mein Winterquartier aufzuschlagen. Da ich jetzt aber aus Kostengründen erst einmal wieder in die Provinz reisen muss, habe ich mich entschieden, von hier aus langsam in Richtung Frankfurt weiterzureisen, um zu sehen, ob es mir dort oder hier besser gefällt.
Wahrscheinlich, werde ich aber, bevor ich dort ankomme, eine Nachricht von meinen Eltern erhalten, denn es steht ja für mich sowohl in der Arbeitsagentur als auch im Jobcenter zumindest noch ein Termin aus.

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