Paadi in Kölle?

Es ging wieder los und mittlerweile bin ich in Köln. Nachdem ich an den letzten zwei Abenden in Düsseldorf zu müde war um auszugehen, habe ich eben gerade noch einmal extra lange geschlafen, um heute Abend fit zu sein. Ein Problem könnte allerdings sein, dass ich gerade etwas mies drauf bin, und ich deswegen vielleicht gar nicht in die von mir favorisierten Clubs reinkomme. Ich hab meine Fresse auch schon lange nicht mehr von einem Türsteher „kontrollieren“ lassen.
Der Fall liegt scheinbar ähnlich wie am letzten Montag, wo ich gut drauf war und dann mit einer darauffolgenden Durchschnittsstimmung nicht klar kam, nur dass ich mittlerweile nur noch Introjekte (von Eltern unbewusst übernommene Verhaltensweisen) sehe, so viele, dass ich in naher Zukunft wohl etwas von meiner derzeitigen „Lieblingsursache für alles“ ablassen muss. Nur hab ich heute eben den ganzen Tag darauf geachtet, weil es mir so gut geholfen hat. Selbst, wenn ich zu viel daran dachte, konnte ich mir sagen, dass ich diese Art von Perfektionismus unnötigerweise von meiner Mutter übernommen hatte.

Ansonsten weiß ich gar nicht genau, was ich im Augenblick mit mir anfangen soll. Nach Düsseldorf bin ich wegen einer Ausstellung zum Maler El Greco gefahren, welche auch sehr gut war. Danach nach Köln, weil ich eben schon einmal hier war. Zum Sightseeing habe ich aber im Moment keine Lust und aus finanziellen Gründen muss ich auch bald wieder in die kleineren Orte, damit ich mit dem wilden Zelten wieder ein paar Euro sparen kann.
Dort könnte ich dann wieder auf unkonventionelle Art nach Arbeit suchen, aber im Moment hänge ich so ein wenig in der Luft, weil ich durch die neu begonnene Art mein Verhalten zu betrachten, zu einem vollkommen anderen Menschen werde. Zuviel, von dem ich früher dachte, dass es ein wesentlicher Teil von mir ist, stellt sich gerade als pure Kindheitsüberlebensstrategie heraus, die mir als Erwachsener nur noch geschadet hat.
Das wichtigste scheint immer mehr zu sein, dass ich möglichst viele Wege finde, um in gesellschaftlich konformer Weise meine Aggressionen loszuwerden. Darum kann ich die Beweggründe der Malocher unter den Deutschen, also die Mehrheit, auch gerade ziemlich gut verstehen. Nur stellen sich ja immer mehr die Nachteile dieser Art seine Aggressionen rauszulassen heraus, Stichwort „Burnout“, so dass ich, mal ganz abgesehen davon, dass ich dazu gar nicht wirklich in der Lage wäre, auch keine allzu große Lust habe, zu kräftig in das selbe Horn zu blasen.

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