Mir juckt’s in den Füßen

Mein kleiner Höhenflug ist schon wieder vorbei. Er endete so, wie er normalerweise endet: phantastisch.
Keine Ironie, ich war einkaufen und danach noch im Kino (Ted=gut) und war supersouverän. Kein Wunder, selbst normal sein fühlt sich toll an, wenn man es nicht gewöhnt ist.
Jedenfalls passierte wohl dann, was mir in solchen Fällen häufig passiert, ich verkrampfte danach, wohl, weil der Wunsch so groß und so unrealistisch war, dass sich das doch bitte schön jetzt immer so anfühlen soll.

Damit ist ein Grund, noch in dieser Woche wieder auf Tour zu gehen, schon mal nicht mehr so dringend, denn ich hatte mir überlegt, dass es wohl besser wäre, mein neues, eigentliches, dank Alexander Mitscherlich entdecktes Selbst erst einmal an anderen Menschen als an meinen Eltern zu testen, denn von denen hatte ich mir ja all die bekloppten Verhaltensweisen abgeguckt, die mir das Leben so schwer gemacht hatten und auch weiterhin noch machen werden.
Aber da sich mit einer Freundin meiner Mutter nun eine Möglichkeit ergeben könnte, benachrichtigt zu werden, falls ich Post vom Amt bekomme, würde ich trotzdem gerne wieder los, da ich mir in Düsseldorf noch gerne die El-Greco-Ausstellung anschauen würde, die am nächsten Sonntag dort zum letzten Mal gezeigt wird. Das ist nämlich der einzige Maler, der mich stark genug beeindruckt, um diesen Aufwand für ihn zu betreiben. Außerdem bietet sich so einmal eine Möglichkeit für mich, mir einmal das Ruhrgebiet anzuschauen, wo ich bisher noch nie gewesen bin.

Das klingt jetzt zugegebenermaßen alles recht locker, und der ein oder andere von euch könnte sich denken, ob ich mich nicht langsam mal etwas dringender nach einem Job umgucken müsste, zumal ich nicht besonders scharf darauf bin, bei einem für mich vom Jobcenter ausgewählten Job antreten zu müssen.
Aber da mir ja durch den ärztlichen Dienst der Arbeitsagentur bestätigt worden ist, dass ich für die meisten Helferberufe in der Zeitarbeitsbranche und auch für den von mir erlernten Beruf des Landwirt wohl auf Dauer nicht geeignet bin, kann ich es in dieser Beziehung vorerst etwas lockerer angehen. Ich schaue einfach weiter, wie bisher, nach befristeten Jobs und ansonsten werde ich versuchen, weiter übers Land zu ziehen, was mir aber nur für längere Zeit möglich sein wird, wenn die Termine der Ämter nicht allzu unglücklich liegen, denn denen kann ich natürlich nichts davon erzählen.

Wenn ich dazu komme, werde ich vielleicht auch einmal versuchen, den Leuten meine Hilfe anzubieten, und ihnen dabei zu sagen, dass sie mir dafür geben können, was sie für richtig halten, oder, dass sie mich auch gleich ganz in Naturalien (Essen, Dusche, Übernachtung) bezahlen können. Mir ist klar, dass das in Deutschland ob der weitverbreiteten Skepsis dem Fremden gegenüber nicht leicht sein wird, aber schon allein der Versuch dürfte interessant sein.

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