Verantwortungsbewußtsein oder Rebellion? Entscheiden Sie… später!

Wenig Planung hat selbstverständlich Nachteile, aber wem sage ich das, schließlich werden die meisten meiner Leser Deutsche sein.
Ich hatte nicht daran gedacht, dass ja niemand die Briefe vom Jobcenter findet, wenn meine Eltern im Urlaub sind und ich auch unterwegs wäre. Also kann ich immer noch nicht los. Außerdem habe ich durch eine Spielerei an der Festplatte meines Computers fast alle mein Afrikafotos verloren, und das, nachdem auch die Fotos aus Osteuropa nur noch auf einem kaputten USB-Stick drauf sind. Ich war eben fest davon überzeugt, sie schon gesichert zu haben.

Heute hatte ich noch einmal einen Termin beim Arbeitsamt, bei dem sich herausgestellt hat, dass man beim ärztlichen Dienst der Meinung ist, dass ich mit meiner depressiven Neurose für viele Berufe nicht in Frage komme. Ich sollte nicht unter Zeitdruck arbeiten, nicht unter Publikumsverkehr und auch nicht an wechselnden Arbeitsorten.
Wahrscheinlich hatte dem Arzt schon ein Blick auf meinen Lebenslauf mit den häufig wechselnden Arbeitgebern und Ausbildungen genügt, um sich sicher zu sein, dass es mit mir nicht zum Besten bestellt ist. Jedenfalls ist in dem Gutachten die Rede von einer dauerhaften Beeinträchtigung, obwohl ich nicht einmal persönlich dort war. Vielleicht hatte er aber auch meine Ärztin angerufen, wozu ich mein Einverständnis gegeben hatte.
Sollte ich also jetzt das Angebot zur Reha annehmen, werden mir dabei sicherlich keine besonders spannenden, beruflichen Perspektiven eröffnet. Bei meinem Ordnungs- und Systematisierungsdrang käme vielleicht Lagerist in Frage (juchhe).

Mal davon abgesehen, dass das alles jetzt im Sommer zur besten Reisezeit auch noch ein weiteres Warten hier bei meinen Eltern auf Behördentermine bedeutet, hängt die Entscheidung, ob so ein Brötchenverdienerberuf eine Möglichkeit für mich wäre, in erster Linie davon ab, für wie viele Leute ich Brötchen verdienen muss. Mit anderen Worten: ob meine „Freundin“ aus Kenia, die gerne als Aupair nach Deutschland kommen würde, mich nach ihrer Zeit hier immer noch mag, und sich mehr mit mir vorstellen könnte, und natürlich auch, wie ich das dann sehe.
Das erhöht im Augenblick also meine Entscheidungsfreude in der Richtung nicht wirklich.

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