Herz, Kopf, Faust, Schwanz

Ich will heute nichts schreiben, weil ich weiß, dass es mir nicht gelingen kann. Ich will immer noch alles erklären, obwohl ich längst weiß, dass das nicht gehen kann. Deshalb will ich auch eigentlich so schreiben, dass jeder beim lesen merkt, dass es sich nur um einen kleinen Ausschnitt handelt. Robert Barthes.

Ich habe mir sogar eine Liste gemacht mit allem, was in der letzten Zeit von Bedeutung war. Jetzt merke ich, dass die mich einengt. Immer wieder tauchen Punkte davon in meinem Kopf auf. Alexander Mitscherlich. Ich versuche, akzeptiert zu werden. Jeder will das, ich natürlich auch. Aber ich will, dass ich das dann merke, damit ich dann entscheiden kann, ob das in dem Augenblick gerade die richtige Entscheidung für mich ist (,mich anzupassen). Die Rolle, die ich hier immer noch versuche zu spielen, den intelligenten Analysierer, diese Rolle kann ich dann vielleicht ablegen.

Geht man durch die Stadt, merken die Menschen, wenn man nichts vorgibt zu sein. Man wird beäugt, wie sonst mancher Star. Dummerweise habe ich gerade etwas an Gewicht zugelegt. Mein Vater hatte Geburtstag und meine Mutter hatte natürlich mehr als genug zum Essen zubereitet. Ich möchte gut aussehen, auch, weil meine kenianische „Freundin“ als Aupair nach Deutschland kommen möchte. Sie steht deshalb in Anführungszeichen, weil ich aus ihr nicht schlau werden will. Sie mag mich wohl nicht wirklich, aber das Gefühl, man hat jemanden, der einen mag, ist zu gut, als dass man sich in meiner einsamen Position so leicht eingestehen könnte, dass alles Betrug ist.
Also nehme ich die ganzen Absonderlichkeiten in der Kommunikation (nur noch per email) hin, jedenfalls noch.
Es ist auch deswegen schwierig, sie gehen zu lassen, weil ich hier in Deutschland niemanden sehe, der sich wirklich für mich interessieren würde, und den ich dann auch attraktiv finden würde. Aber ich bin auch deutscher geworden in den letzten zwei Wochen, weil ich meine ständige Wut mehr als einen Teil von mir begreife, auch wenn das dazu führt, dass ich nicht mehr so locker beim Tanzen bin.
In den nächsten Tagen werde ich das Auto noch etwas gründlicher putzen und auch hier im Haus ein paar Dreckecken beseitigen, dann würde ich mich wohler fühlen, sollte ich doch eine Frau mit hierher bringen. Die Chancen sind vielleicht gering, aber da ich das Haus UND das Auto in den nächsten zwei Wochen für mich habe, will ich es mal nicht gleich von vornherein ausschließen.

Ich überlege wieder, wie ich euch manipulieren kann. Kann mich nicht entscheiden, ob ich es mit Schwäche oder Stärke versuchen soll. Kann mich nicht akzeptieren und will, dass ihr es tut. Bin so unterschwellig aggressiv und wundere mich, dass mich kaum jemand liesst, jedenfalls, wenn man es mit anderen Bloggern im Internet vergleicht.
Ich weiß aber auch, dass die Masse, die Menschenmasse, ziemlich viel Scheiße bauen kann und an ziemlich viel Mist glauben kann obendrein. Außenseiter zu sein, bin ich eh gewöhnt. Wenn ich aber weiß, dass ich Fehler mache, die andere vor mir zurückschrecken lassen, will ich die natürlich abstellen. Dumme Sache vor allem, dass so viel Wut und so wenig Zärtlichkeit (Mitscherlich, Mitscherlich) in mir.

Bis bald.

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