Wieder im Tief, wieder altes Ich, wieder halbtot

Eben gerade beim Versuch einzuschlafen, war ich wieder derbe angespannt, musste unaufhörlich grübeln und konnte einfach nicht damit aufhören. Zum Glück ist mir dann eingefallen, dass ich mal wieder ein wenig „Capoeira“, also rhythmisches Ummichschlagen, machen könnte, was mir dann auch geholfen hat, wenigstens ein bisschen zu entspannen. Sollte ich bald in die Verlegenheit kommen, mir eine Wohnung oder ein Zimmer suchen zu müssen, muss ich unbedingt auf einen stabilen, geräuscharmen Fußboden achten, damit ich diese Methode auch weiterhin zu jeder Tages- und Nachtzeit anwenden kann.
Zur Zeit nerven mich meine Eltern zwar immer noch, das Schlimmste habe ich aber schon wieder überstanden, weil ich auch wieder einige durch sie bei mir ausgelöste Automatismen beobachten, und damit natürlich erheblich abmildern konnte, wie z.B. mich für meine „arme“ Mutter verantwortlich zu fühlen oder mich für so schwach zu halten, wie mein Vater sich ständig verhält und alle wissen lässt.
Ich hab die Dinge in den letzten Wochen einfach sich selbst überlassen, und mich somit meiner aufkommenden depressiven Phase, welche einherging mit Comics aus dem Internet, Porno und Schokolade. Dabei habe ich es ganz bewußt darauf ankommen lassen, die Auflagen der Arbeitsagentur (also die Jobsuche) notfalls nicht zu erfüllen.
Vor allem hatte mich mitgenommen, dass meine kenianische Freundin sich einfach nicht mehr bei mir gemeldet hatte, da ich wohl schon wieder zuviel geklammert hatte. Als ich sie dann letztendlich per email fragte, was denn los sei, schrieb sie, sie hätte Malaria, was mir sehr seltsam vorkam. Ich vermutete, dass sie mich noch einmal um Geld anpumpen wollte (denn so einen Fall hatte ich schon in Tansania erlebt), und schrieb ihr als Antwort, dass mein Arbeitslosengeld nicht bewilligt worden wäre und ich in nächster Zeit sehr sparsam sein müsste. Da sie sich seitdem nicht mehr gemeldet hat, ist die Botschaft wohl auch genau so, wie beabsichtigt, bei ihr angekommen.
Meine Depressivität hat mich dann auch wieder stark daran zweifeln lassen, wie sehr ich wirklich in der Lage bin, wieder zu arbeiten. Deshalb habe ich vorsichtshalber meine „Beraterin“ bei der Arbeitsagentur um einen Termin beim psychologischen Dienst gebeten. Je nachdem, wann ich diesen Termin bekommen werde, muss ich dann entscheiden, ob ich meinen ersten kleinen Trip in Deutschland schon davor mache.
Eilig habe ich es damit aber gar nicht so sehr, denn ich weiß einfach, dass ich mich auf den Weg machen, und nicht etwa hier hängen bleiben werde. Da kommt es auf ein paar Tage oder Wochen nicht drauf an.

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