Paßt schon „unheimlich“

Der Sonntag lief alles in allem, und wider Erwarten, super. Wir haben uns prima unterhalten. Weil die Rechnung in dem schicken Resort in dem wir waren verdammt hoch war (meine eigene Dummheit, ich hab nur einmal nicht nach dem Preis gefragt), hat sie sogar unsere Getränke bezahlt, als wir danach noch in einer Bar waren.
Ihre beiden Eltern sind Lehrer und sie scheint einen ziemlichen Groll auf ihren Vater zu haben, der wohl sehr streng mit ihr war. Außerdem ist sie wohl übertrieben reinlich, was auch auf psychische Spannungen hinweist. Wie es aussieht, könnte sie gerade deshalb zu mir passen, weil sie in ihrer „Lehrerfamilie“ auf afrikanische Weise ähnliche Probleme hatte, wie ich in Deutschland in meiner Familie. Sollte das stimmen, hätte ich wirklich mittlerweile einiges gelernt darüber, welche afrikanischen Frauen die richtigen für mich sind, und wie man diese kennenlernt (auf alle Fälle nicht in Bars und Clubs).
Was mich allerdings immer noch beschäftigt, ist, ob ich wirklich der Typ bin für eine „ruhige“, aber kraftvolle, eine unaufgeregte Liebe. Die eigentliche Frage ist dabei aber in Wirklichkeit, ob ich ein Hineinsteigern in meine Gefühle noch brauche, um mich von meiner Wut abzulenken. Die Antwort lautet: sollte ich das brauchen, wird es mit dieser Frau keine Beziehung geben, denn sie durchschaut die Verstellung sofort. Ich sehe dies als Ansporn und Chance, damit aufzuhören.

Zur Zeit mache ich ein wenig Pause von ihr und übe mich darin, nicht so viel per SMS zu schleimen, aber mich auch nicht abzuschotten. Ganz normale Kommunikation eben, aber für mich immer noch leichter gesagt, als getan.
Dazu muss ich mich auch immer wieder mit den netten Afrikanern herumschlagen, die in jedem Weißen nur den Geldautomaten sehen. Hier in Kenia sind sie ganz besonders dreist und unverfroren, weswegen ich gestern schon wieder richtig ausgeflippt bin. Die Chancen, daß ich mich noch einmal mit jemandem prügele, sind hier in Kenia höher als in allen anderen afrikanischen Ländern, in denen ich bisher war.
Diese Situationen nerven zwar ungemein, aber etwas besseres könnte mir eigentlich gar nicht passieren, denn so kann ich immer wieder merken, wie viele Probleme mir meine „Wutlosigkeit“ macht, und versuchen, etwas dagegen zu unternehmen.

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