Lüg mich nicht an, Du Schlampe!

Es läuft nicht.
Es läuft wieder einmal nicht.
Es läuft wieder einmal nicht, verdammte Scheiße.

Ich weiß, daß ich wütend bin. Und ich weiß, daß ich diese Wut ständig verdränge (siehe <HIER>). Und jetzt weiß ich auch (mal wieder), daß diese ganze Gedankenmacherei (siehe <HIER> und <HIER>) mich genau da drin hält, in diesem Hamsterrad.
Also versuch ich aufzuhören. Logisch, oder? Ergebnis: Hamsterrad.
Alles verwende ich dazu, ja nicht wütend sein zu müssen. Dabei fühlt sich nichts lebendiger an.

Also sage ich mir jetzt: wenn ich schon immer und mit nahezu allem meine Wut verdränge, dann kann ich mir aber wenigstens die angenehmeren Methoden auswählen. Also eben nicht depressiv und jammernd und gedankenschwer auf dem Bett liegen, sondern rausgehen, Frauen anmachen, Leute ärgern.
Alles ist besser, als in sich zusammen zu fallen, als würde einem jemand die Lebensenergie abschalten wie eine Lampe. So fühle ich mich: eine Glühbirne, angetrieben von einem Windrad bei Flaute.

Und dann gehe ich durch die Strassen und durch die fehlende Wut wirke ich harmlos, ungefährlich, ängstlich – ein Opfer. So gehen die Menschen mit mir um. Sie können mich benutzen um ihren Frust abzureagieren, oder sie ignorieren mich wegen Desinteresse, da ich nicht original bin, sondern immer das gleiche Programm fahre, oder, eigentlich am schlimmsten, hier in Afrika zum Glück weniger häufig, sie haben (passiv aggressiv) Verständnis, wollen gar helfen.

Aber ich gehe aus, gehe tanzen. Frauen quatschen mich an, kommen auf mich zu, die meisten Nutten. Ich habe keine Lust auf sie, gebe selbst den Schönsten einen Korb. Aber welche angenehmere Ablenkung gibt es als eine Frau?
Also mach ich ganz klar, daß ich nichts bezahlen will. Zweimal schon. Alles klar, kein Problem, wofür hältst Du mich? Und dann, danach? I hope you don’t mind… just a little pocket money.
Ich versuche zu widerstehen, aber ohne Wut…? Viel hab ich ihnen jedenfalls nicht gegeben.
Da ich auch weiterhin Lust habe, auszugehen, werde ich diese Art Frauen ab jetzt dazu benutzen, mir eine gewisse Widerstandskraft ihnen gegenüber (seien sie auch noch so schön) anzutrainieren. Hoffentlich wieder ein bisschen spüren, wie es mich wütend macht, wie sie versuchen, mich mit ihren Lügen zu benutzen. (Gerade bei Frauen ist das schwer für mich.)
Und hoffentlich nicht die Grenze vom wütend sein, zum Ein-wütendes-Arschloch-sein überschreiten.

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