Deutsch-(ost)afrikanische Problemanhäufung

Mein letzter Tag in Afrika, in diesem Jahr jedenfalls. Ich fliege morgen um 3 Uhr nach Hause und freue mich sehr, obwohl mich dort wohl erst einmal ein paar Probleme erwarten, weil meine Schwester krank ist und ich erwarte, daß meine Mutter derweil die Angst in Person ist und allen anderen das Leben sehr schwer macht. Meinen Schwager beneide ich deswegen gar nicht, denn meine Mutter ist bei meiner Schwester um sie zu „unterstützen“.
Das gibt mir allerdings etwas Zeit, um mich alleine mit meinem Vater wieder ein bisschen in Deutschland einzugewöhnen, denn ich werde natürlich wieder im Haus meiner Eltern unterkommen.
In Tansania hat sich nach meinem letzten Post auch noch Interessantes ereignet, denn die junge Frau, deren Familie ich vor einer Woche besucht hatte, ist mir am Dienstag zuvorgekommen, indem sie mir eine SMS schickte, kurz bevor ich sie selber anrufen wollte. Ich hatte mir nämlich an dem Tag nach der im letzten Artikel erwähnten unheilvollen SMS Gedanken über ein Zusammenleben mit ihr gemacht. Das Fazit dieser Überlegungen war, daß wir wahrscheinlich an meiner Aggressivität scheitern würden, daß ich es aber vielleicht doch versuchen würde, da eine Frau wie sie, die aus lauter Liebesbedürftigkeit nicht lange überlegt, wenn sie einen mag, die wahrscheinlich einzige Möglichkeit darstellt, nicht mehr allein zu sein. Die riesigen Probleme, die dabei auftauchen können, würde ich aus lauter Gewohnheit wahrscheinlich versuchen auszusitzen, was dann wohl zu einer Spontanentladung in ihre Richtung führen würde, bei der viel, wenn nicht alles zerstört wird. Beruhigenderweise hat selbst sie nicht vor, sofort mit ihrem Sohn nach Deutschland zu kommen, obwohl sie ihm schon gesagt hat, daß er mich Papa nennen soll, was er seltsamerweise nicht beanstandet.
Was ich nach unserem ersten verrückten Wochenende nun gedenke zu tun, ist, erst einmal mehr Zeit mit ihr zusammen in Tansania zu verbringen, in der Hoffnung, daß sie vernünftig genug wäre, rechtzeitig die Reißleine zu ziehen, sollte ich sie zu schlecht behandeln. Diese Zeit könnte ich auch dazu benutzen, Kiswahili zu lernen und mit ihr und ihrem Sohn Englisch zu üben, denn wir können uns oft gar nicht richtig unterhalten aufgrund ihrer schlechten Sprachkenntnisse. Sollte ich dann feststellen, daß wir nicht gut genug zusammen passen, würde ich einfach noch etwas durch Afrika reisen und mir hoffentlich dann etwas mehr Zeit bei der Auswahl der Damen nehmen. Schon in der letzten Woche habe ich mehrere Tage verstreichen lassen bis zum ersten Sex (=Penetration), den wir erst hatten, als sie nicht mehr länger warten wollte. Dadurch habe ich diese Frau vorher besser kennengelernt, weshalb mein Desinteresse nach meinem ersten Orgasmus mit ihr weniger ausgeprägt war als bei meinen anderen „Bekanntschaften“ in Afrika. Diese Gefühlskälte führe ich auf meine depressive Neurose zurück, welche ich immer mehr als einen zu Anspannung führenden Denkzwang wahrnehmen kann, was ständige Selbstkontrolle und Zweifel an anderen mit einschließt.
Wenn ich versuche, etwas dagegen zu unternehmen, beginne ich immer mit dieser Selbstkontrolle, will also den Teufel mit dem Beelzebub austreiben.
Früher oder später (natürlich lieber früher) werde ich mich deswegen mit meiner Mutter auseinandersetzen müssen, denn von dieser habe ich dieses fatale Verhalten als Kind übernommen. Wenn ich jetzt nach Hause fliege, werden sich mir dazu auch Gelegenheiten bieten, da mich ihre Panik, was die Krankheit meiner Schwester betrifft, schon jetzt nervt. Außerdem habe ich vor, mein „verantwortungsloses“ Verhalten, welches zu meiner immer wahrscheinlicher werdenden AIDS-Infektion geführt hat (ich habe schon wieder eine Infektion, dieses mal eine häßlich und zudem gut sichtbare Beule auf der Haut), vor ihr zu verteidigen, denn selbst eine Gefährdung des eigenen Lebens sehe ich als gerechtfertigt an, um endlich das Leben wirklich genießen zu können.

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