Sexsucht und andere Erfreulichkeiten

Heute schreibe ich einmal unter Beobachtung, denn der nette junge Herr, der im Übrigen das Doppelte des bisher von mir bezahlten für einen Teller Bratkartoffeln mit Ei haben wollte, glaubt noch an ein Mzungu-Wunder, das ihn über Nacht reich macht. Oder aber er will sich einfach nur in der „Genialität“ des weißen Mannes neben ihm sonnen.
Schreiben will ich aber über etwas ganz anderes, denn seit fast zwei Wochen nehme ich mein Medikament nicht mehr, anfangs natürlich um im Bett eine gute Figur abzugeben, später dann aber, weil ich mal sehen wollte, wie gut ich mittlerweile ohne es zurecht komme.
Einerseits scheint es gute Entwicklungen zu geben, denn zumindest in den letzten Tagen kann ich mich immer wieder halbwegs locker machen, wenn ich einmal in einen Die-Gefahr-lauert-überall-Moment abgeglitten bin. Die negativen Seiten lassen aber auch nicht auf sich warten, denn seit ein paar Tagen onaniere ich täglich, und zwar vorrangig, um mich ein wenig zu beruhigen und nicht, weil ich sexuell erregt bin. Die Erregung erzeuge ich vielmehr um mein Ziel der Entspannung zu erreichen.
Zu allem Überfluss bin ich also auch sexsüchtig. Ich hege jetzt schon die Befürchtung, daß meine Freundin die Art Sex, die sich dadurch ergibt, nicht besonders schätzen wird.
Hinzu kommt, daß meine Konzentrationsfähigkeit stark leidet. Vor gerade einer Stunde mußte ich feststellen, daß ich zwei USB-Sticks in einem Internet-Cafe habe liegen lassen. Einen davon hatte ich gerade für teures Geld gekauft. Deshalb und natürlich, weil allerhand persönliche Daten darauf gespeichert sind (u.a. ein Bild von mir mit
Gesicht und Penis), werde ich morgen also noch einmal den Weg zurück antreten (schon zum zweiten Mal in dieser Woche), denn das Internetcafe befindet sich in einer 130 Kilometer entfernten Stadt.
Ihr könnt euch vorstellen, wie groß deshalb meine Freude war, als ich bemerkte, daß ich wieder einmal für meine Schussligkeit bezahlen darf.

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2 Antworten zu Sexsucht und andere Erfreulichkeiten

  1. guru gara schreibt:

    jo kollege, ich lese deinen blog von anfang an, hab ihn zwischendurch aus den augen verloren und dann wieder gefunden. du hast es tatsächlich nach afrika geschafft, respect brother, und erlebst warscheinlich das abenteuer deines lebens. und hast auch eine tolle entwicklung durchgemacht. aber: warum geht es in den letzten wochen nurnoch um sex und frauen? afrika hat so viel mehr zu bieten als hübsche (und billige) frauen…
    und ein paar fotos wären auch nicht schlecht. ;)
    alles gute

  2. unnaaf schreibt:

    Der Titel des Artikels sagt ja schon einiges. Außerdem war Sex in den Jahren zuvor bei mir praktisch nicht vorhanden. Da gibt es also einiges nachzuholen und, was die Frauen betrifft, auch noch jede Menge zu lernen.
    Zudem steht mir der Sinn nicht mehr nach Abenteuern in der Natur, sondern eher in der Gesellschaft und mit Männern und ihrem oft hervortretenden Imponiergehabe kann ich meist wenig anfangen.

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