Tanzmaus und Brummbär

Ich habe mir gerade noch einmal den letzten Artikel über die Frau, an der es nichts zu meckern gibt, durchgelesen. Natürlich habe ich mittlerweile doch etwas gefunden, was wenig kompatibel mit mir ist.
Das junge, lecker aussehende Fräulein liebt es mein Geld relativ bedenkenlos auszugeben. Ich will nicht sagen, daß sie in der Beziehung ein hoffnungsloser Fall wäre, nur daß ich bereits nach einer Woche, in der sie wegen „Tanzen bis in die Puppen“ zweimal zu spät zur Arbeit kam, kräftig auf die Bremse treten mußte.
Nachdem ich ihr heute morgen gegen meinen Willen doch das Taxigeld gegeben hatte (30 TKw, damit sie dann später in 3 Std. Arbeit genau 30 TKw verdienen kann, der Bus hätte 3 TKw gekostet), habe ich sie per SMS erst einmal gefragt, ob sie vorhätte, mein Geld so schnell wie möglich aufzubrauchen. Der fürs Wochenende angedachte Trip mit einem Mietauto zum Nationalpark ist somit erst einmal gestorben, denn insgesamt 160 Euro für zwei Tage sind nach dieser Woche, mit Tanzen am Montag (Independance Day), Mittwoch (Ladies Night) und Freitag, ganz zu schweigen von einem Mahl für 25 Euro (meinem angepeiltem Tagesbudget, wenn ich alleine bin) einfach nicht drin.
Nun bin ich am überlegen, ob ich morgen früh wieder in die Kirche gehen soll, um noch einmal nach der verloren gegangenen Braut aus dem Ghetto zu suchen. Es wäre allerdings so typisch deutsch, sich selbst in Liebesdingen eine Backup-Variante offen zu halten. Außerdem wäre ein, wenn vielleicht auch nur zeitweises Leben mit einer in besten Kreisen bekannten Partymaus bestimmt spannender, als wenn ich mir ein „Mädchen aus dem Ghetto“ suche, bei der der höchste Thrill wahrscheinlich darin bestünde, wenn sie in Deutschland eine Ausbildung absolvieren könnte und danach halbwegs anständig verdient.
So reizvoll einem ein biederes, ruhiges Leben mit Kinderaufzucht und Rücklagen für die Rente auch mitunter erscheint, so glaube ich doch nicht, daß ein unruhiger Geist wie ich damit auf Dauer leben könnte. Früher oder später hätte ich wieder eine verrückte Idee, mit der ich Gefahr laufen würde, die angestrebte, sichere und bessere Zukunft des Mädchens und dann auch noch der sicher vorhandenen Kinder durcheinander zu wirbeln.

Fazit: Trotzdem ich jeden Tag erneut im Dunkeln tappe, ob mein sambischer Spring-ins-Feld mich noch mag, oder schon von mir gelangweilt ist, werde ich dieses Wochenende zumindest weiter mit ihr um die Häuser ziehen. Eventuell kriege ich sie ja davon überzeugt, mal einen Abend vor dem Fernseher in einer dann wieder sehr teuren Lodge zu verbringen. Dummerweise hätte sie selbst dort noch Angst, daß die Zimmernachbarn uns beim Sex belauschen. Auch aus dem Grund wäre eine Nacht in der Wildnis ein Erlebnis gewesen.
Zuerst einmal aber ist Weitermachen-wie-bisher die einzig mögliche Variante, weil meine einzige andere Idee wäre, mir eine Stelle bei einer Hilfsorganisation zu suchen. Für diese Art Engagement im Namen der Liebe ist es aber bei weitem noch zu früh, obwohl es natürlich auch interessant wäre, Afrika einmal aus dieser Perspektive zu erleben.

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