Zu geil fürs Lümmeltütchen

Es gibt nichts wirklich aufregendes zu schreiben, abgesehen von dem geilen, kondomlosen (und selbstverständlich verantwortungslosen) Sex, den ich hatte, und mit dessen Erwähnung ich euch nur neidisch machen will.
In der Bar machte die Lady noch einen eher bodenständigen Eindruck, am nächsten Morgen, nach Sex ohne jeglichen Grund zum meckern, stellte sich allerdings heraus, daß sie nur wie so viele auf eine zusätzliche Geldquelle hoffte. Es sollte schon ein „Continental Breakfast“ sein, oder aber ein Monat gemeinsam mit ihr in Lusaka. Nachdem sie mit mir am Sonntagmorgen eine Bar aufgesucht hatte, nachdem ich einen Kirchgang wegen bereits stark schwindendem Interesse abgelehnt hatte (wäre sowieso nur eine weitere Methode gewesen, die Fallstricke ein wenig enger zu ziehen), war der Fall für mich erledigt.
So etwas kommt dabei heraus, wenn man „sie“ erst dann anquatscht, nachdem man den Sichtkontakt zu der Dame verloren hat, die sich von einem ein Getränk bezahlen läßt, um sich daraufhin umgehend und ausschließlich darum zu kümmern, den Ex-Freund wieder für sich zu gewinnen. Ich war so wütend, daß ich unbedingt herausfinden wollte, ob die Story von der Schwester, die sie nachts vom Bus abholen müßte, auch wahr wäre.
Dabei war ich nicht der einzige, der ihr in der Dunkelheit nachlief. Der andere Typ fragte mich noch, um Ärger zu vermeiden, ob ich an der Dame Interesse hätte, was ich blöderweise verneinte. Geiler wäre es gewesen, zu versuchen, sie gemeinsam zu nehmen, vor allem, um meine Rachegelüste an ihr zu stillen.
Da ich diese Art und Weise des Intimverkehrs aber bis zu diesem Zeitpunkt für unmöglich gehalten hatte, kam mir diese Idee viel zu spät. Nachdem ich sie am Wegesrand im Stehen pissend angetroffen hatte, verlor ich sogar für kurze Zeit jegliches Interesse an ihr. Der andere Typ nahm es ihr viel weniger krumm und wartete ein paar Schritte entfernt, während er sich mit ihr unterhielt. Nachdem ich selber meinen Blasendruck reduziert hatte, konnte ich meine Idee, sie nach ihm zu nehmen, oder sie wenigstens dabei zu beobachten, um ihr die ganze, unangenehme Geschichte bei der nächstbesten Gelegenheit in dem Laden, in dem sie arbeitet, unter die Nase zu reiben, nicht mehr umsetzen, da die beiden wie vom Erdboden verschluckt waren.

Am heutigen Morgen war ich noch voll Rachebedürfnis bei ihr im Laden gewesen, um ihr irgendwie verbal eine reinzudrücken oder „ganz zufällig“ ihre Ladentheke ein wenig mit Cola oder ähnlichem einzusauen. Die Art, wie sie sich kaum bemerkbar räkelte, während ich mit ihr sprach, nahm mir allerdings jeglichen Wind aus den Segeln, und ich wurde, wenigstens innerlich zum schwanzwedelnden Hündchen. Glücklicherweise schaffte ich es noch, meine aufkommende Geilheit zu kaschieren, indem ich keinerlei persönliches Interesse an ihr zeigte, während ich mein Getränk kaufte und sie nach der aktuellen Zeitung fragte.
Kaum aus dem Laden heraus, wurde mir dies klar, und ich beschloß, mich noch mehr von ihr verletzen zu lassen, denn scheinbar hatte ihre Ausnutzung meiner Schwäche in der Bar nicht ausgereicht, um mich hinreichend wütend zu machen. Deshalb war ich später noch einmal dort und konnte feststellen, daß sie nun bereits eine andere Strategie mit mir verfolgte und sich angesichts der Geschehnisse am Sonnabend möglichst reumütig zeigte.
(Sollte Euch dieses Menschenbild etwas zu kalkulierend erscheinen, so schlage ich euch vor, doch zunächst selber einmal Afrika zu bereisen.)
Meine schon letzte Woche gemachten Vorsätze, geldgeile Schlampen und ihre bevorzugten Verbreitungsgebiete, also Bars und Dance Clubs, zu meiden, sind somit in den Wind geschlagen, denn ich will versuchen, sie heute nacht zum Trinken auf meine Kosten zu bewegen, um ihr entweder ihren „verachtungswürdigen“ Charakter vor Augen zu führen oder aber ebenjenen für meine schwanzgesteuerten Zwecke auszunutzen.
All dies schreit nur eines: Rache, Rache und nochmals Rache. Aber eben auch: ich bin so einsam, ich hab lieber eine Schlampe als gar keine soziale Interaktion.
Diese derzeitige Empfindlichkeit hängt vor allem damit zusammen, daß ich seit über einer Woche mein Medikament nicht mehr nehme, was mich sehr leicht reizbar, extrem geil, aber auch ein Arschkriecher sein läßt. Das alles ist unangenehm, aber ich kann auch gewisse Verbesserungen in meinem unmedikamentierten Zustand feststellen. Ich scheine also zu lernen.
Da ich am Wochenende versuchen werde, eine Frau wiederzufinden, die ich in Lusaka kennengelernt habe, ohne mir ihren Namen oder ihre Telefonnummer geben zu lassen, werde ich morgen wieder damit beginnen, mein Medikament zu nehmen. Da ich immer mehr den Eindruck habe, daß eine Frau wie diese schwer zu finden ist, will ich mich von meiner besten Seite zeigen. Da ich nicht davon ausgehe, gleich mit ihr in die Kiste zu steigen, kann ich auch getrost die Nebenwirkung meines Medikaments (schlaffer Schwanz) vernachlässigen. Außerdem muß ich mich natürlich jetzt erneut auf HIV testen lassen, denn ich habe ja wieder einmal mit meinem Leben gespielt, und will natürlich nicht das Leben einer jungen, hart arbeitenden Mutter, die in meinen Plänen auch die Mutter meiner Kinder sein könnte, aufs Spiel setzen.

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter 5 - Afrika, Geschlechtliches abgelegt und mit , , , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s