Kommen oder gehen

Lang, lang ist’s her, dass ich mich hier zu Wort gemeldet habe. Die lange Pause hat aber keineswegs damit zu tun, das ich nichts erlebt hätte. Nachdem ich mich verletzt hatte, konnte ich ja meinen ursprünglichen Plan, einen wirklich hohen Berg zu besteigen, nicht mehr verwirklichen. Stattdessen entschied ich mich, mein ebenfalls anvisiertes Partywochenende etwas gründlicher vorzubereiten, womit ich meine, dass ich schon am Freitag versuchte, eine gute „Disse“ ausfindig zu machen. Das Ergebnis dessen war, dass ich mich mit einem Herero anfreundete, mit dem ich mich dann für Sonnabend verabredete. Diese Verabredung ging anfangs etwas schief, wodurch ich auf ein hübsches, schwarzes Mädel traf, welche Steven, mein Herero-Kumpel, und ich später am Abend am Eingang DES Tanzclubs der Stadt wiedertrafen.
Dort hatten wir eine Menge Spass, obwohl ich die ganze Zeit davon ausging, dass meine Strassenbekanntschaft nur an meinem Kumpel interessiert ist, da sie mich immer wieder fragte, wo er sei, wenn er mal für einige Zeit verschwunden war. Dass mich das nicht frustrierte kann ich nur auf die Wirkung meines Medikamentes zurückführen, denn so etwas war mir bisher noch nicht passiert. Später, so gegen zwei Uhr, war ich dann aber doch ein wenig deprimiert, verabschiedete mich und ging.
Zum Glück hatte ich vorher auch mit der großen Schönen die Nummern ausgetauscht, denn sie rief mich kurz darauf an, weil sie meine Verabschiedung nicht für eine solche gehalten hatte. Sie versprach mir, mich gegen Mittag anzurufen, was sie auch tat. Wir verabredeten uns und dieses Mal war sie weniger zuverlässlich, denn sie verspätete sich um eine dreiviertel Stunde, was mich dazu veranlasste, den vereinbarten Treffpunkt zu verlassen und mir einen Eisbecher zu gönnen, da ich immer noch der Meinung war, dass sie mehr an Steven als an mir interessiert wäre. Im Nachhinein war wohl genau das das entscheidende Detail, da ich natürlich dadurch viel lockerer war als gewöhnlich, was bei Frauen, egal woher, immer positiv ankommt.
Auf jeden Fall hatten wir dann jede Menge Spass und als sie mir bei einer kleinen Tanzeinlage den Schwanz mit ihrem Bein massierte, war auch ich davon überzeugt, eine Chance zu haben, was dazu führte, dass wir uns für die Nacht ein Zimmer nahmen.
Die nächsten Tage verliefen dann wie wohl immer bei solchen Gelegenheiten: wir unternahmen viel zusammen (montags hatte sie frei) und fickten das die Heide wackelt, wofür ich für meine Verhältnisse tief in die Tasche griff, denn sie teilt sich ein Zimmer in einem Lehrlingswohnheim, was es uns unmöglich machte, bei ihr zu übernachten. Wir hatten also im Bett als auch außerhalb jede Menge Spass, obwohl nur sie kam, da mein ganzer Körper und somit natürlich auch mein Schwanz durch mein Medikament äußerst unsensitiv auf Berührung reagierte. Anfangs hatte ich sogar Probleme einen Steifen zu bekommen, weshalb ich mich auch entschied, das Medikament abzusetzen.
Da man es aber nicht auf einen Schlag absetzen, sondern langsam „ausschleichen“ soll, mußte ich auch auf die gewünschte Wirkung ein paar Tage warten, was mir aber nicht schwer fiel, da ich meinen Spass damit hatte, es ihr immer wieder zu besorgen, da sie scheinbar extrem sensitiv ist und ich, weil ich nicht kam, einfach nicht genug kriegen konnte. Zwischendurch war ich dann doch einmal gewaltig gekommen, nachdem ich für zwei Tage unterwegs gewesen war, auf der Suche nach einem Mietwagen und weil ich keine Lust gehabt hatte, mich zu langweilen, während sie arbeitet.
Dann, nach genau einer Woche, begann ich es auch langsam mehr zu spüren, wenn sie mich berührte und da wir es von Anfang an, nach einer kurzen, zum Scheitern verurteilten Testphase, ohne Kondom getrieben hatten, wäre ich auch beinahe in ihr gekommen. Nun, wie jeder Mann und wahrscheinlich auch viele Frauen verstehen werden, war meine Gelassenheit in puncto Abspritzen natürlich vorbei und ich wollte es unbedingt. Allerdings war meine afrikanische Perle solche Sensibelchen im Bett wie mich absolut nicht gewöhnt, weshalb sie auch mit meinen plötzlich aufkommenden Ansprüchen ziemlich überfordert war. Überhaupt war sie, mit Ausnahme der Essenszubereitung für ihren Mann und anderer Hausfrauentätigkeiten, ein ziemliches Prinzesschen, was von mir natürlich ein deutliches Mehr an Männlichkeit verlangte – für eine Memme wie mich zur Abwechslung mal ganz nett. Im Bett aber führte das dazu, dass sie nicht wirklich aufmerksam verfolgte, was mich anturnte, eher mechanisch vorging und so, als ich es unbedingt wollte, überhaupt keine Hilfe dabei war, mich zum Kommen zu bringen, geschweige denn, es alleine hinzubekommen. Das führte dazu, das ich einen Versuch, ein zweites Mal in dieser sexreichen Woche zu Kommen, frustiert aufgab.
Da ein nicht funktionierendes Sexleben für mich schon immer der einzige absolute Grund für eine Beendigung einer Beziehung war, war im Augenblick der Erkenntnis ihrer so weitreichenden Unsensibilität für mich auch sofort klar, das ich Schluss machen würde. Ich entschied mich auch, nicht lange zu Warten, sondern sagte es ihr gleich nachdem wir unsere Sachen gepackt hatten, denn wir waren gerade dabei, vom Waterberg-Park wieder in ihre Heimatstadt zu fahren. Dabei nahm ich aufgrund der Situation an, dass sie schon wissen würde, woher dieser Sinneswandel bei mir kam, nachdem ich ihr doch am Abend zuvor noch erklärt hatte, dass auch ich einer ernsthafteren Beziehung nicht abgeneigt gegenüberstand.
Damit hatte ich mich aber wieder einmal getäuscht, was sich aber erst herausstellte, als ich abreisebereit vor ihr stand. Ich fragte sie dann noch, ob sie diese schnelle Entscheidung als unfair empfinden würde, aber als sie auf diese direkte Frage wieder nur ausweichend (passiv aggressiv) reagierte, war für mich wieder einmal der Augenblick gekommen, wo Überlegen nicht mehr weiterhilft und nur noch Taten zählen, und ich ging.
Wir versuchten daraufhin uns per SMS über unsere Lage zu verständigen, aber da wir beide ziemlich chaotische Typen sind, und bei mir auch noch die Persönlichkeits-veränderung aufgrund des Absetzens des Medikamentes hinzukam, wird eine längere Zeit nötig sein, um zu entscheiden, wieviel Zeit und Geld, aus meiner Sicht, diese Beziehung wert ist. Das klingt natürlich hart und vollkommen gefühllos, aber man muß natürlich bedenken, dass ich beides ja auch brauche, um persönlich weiterzukommen (mit meiner Reise), was sich dann wiederum positiv auf meine Beziehungsfähigkeit auswirken würde. Gerade in den Ländern, die ich jetzt bereisen möchte, kann ich nämlich auf Menschen treffen, die eben nicht kontrolliert und manipuliert, sondern ihren Bedürfnissen entsprechend aufgewachsen sind.
Für meine Prinzessin scheint im Gegenteil zur Zeit nur zu zählen, dass ich möglichst immer an ihrer Seite bin, da sie sich dann besser, weil weniger allein fühlt. Sie genießt es wahrscheinlich, einen Mann an ihrer Seite zu haben, der nicht so stark und somit bedrohlich ist, während ich, in meiner üblichen Fatalität, natürlich immer wieder daran denken muss, wieviele andere Frauen wohl so wenige Ansprüche wie sie an mich stellen würden, vor allem in puncto Absicherung, und gleichzeitig so jung und knackig sind :-). Alles in allem also beste Voraussetzungen für ein schönes Abhängigkeitsverhältnis.

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