Der kleine Junge

Habe mir gerade eine Robbe gemietet. Bei Umzug mit Vadders Wagen hätte ich zweimal fahren müssen, hätte also dementsprechend auch nicht viel Geld gespart.
Ich nehme mir jetzt gerade mal ein bisschen Zeit, um mal etwas zu schreiben. Ich brauche mal ein wenig Pause von all dem Umzugsstress.
Gestern ist mir wieder aufgefallen, wie wenig ich in der Lage bin, mich mit Frauen auseinanderzusetzen. Ich war kurz bei meiner Schwester und bei der geringsten Anspannung, wenn z.B. meine Schwester von meiner Nichte etwas zu tun verlangt, werde ich zum willenlosen Bündel, dass nur noch hofft, dass die Aufmerksamkeit der Bestimmerin an ihm vorbei geht. Meine kleine Nichte hat das auch schon sehr gut mitbekommen und nutzt es dementsprechend aus. Wann immer sie sauer darüber ist, dass sie machen muss, was ihre Mutter ihr sagt, bin ich ein willkommener, weil zumeist willfähriger Ausgleich.
In diesem Zustand befand ich mich dann den ganzen Abend, auch als ich schon lange wieder zu Hause war und vor dem Spiegel bemerkte, wie ich immer noch um Gnade winselnd angestrengt in die Welt „lächelte“. Bei „South Park“ wurde Stan ins Gesicht gespuckt und selbst das hätte mich nicht aus meinem Delirium erweckt, wäre ich es gewesen.
Morgens, wenn es darum geht, aufzustehen, ertappe ich mich immer wieder dabei, wie ich, als wäre ich meine eigene Mutter, mich anfeuere: „Los jetzt!“, „Auf jetzt!“ Das versetzt mich in einen Zustand der absoluten Selbstverleugnung, denn ich versuche dann wirklich, so euphorisch zu sein, wie es von mir „verlangt“ wird.
Wenn ich es mir jetzt überlege, hängt dass Ausmaß meiner Schwäche wahrscheinlich auch mit meiner allgemeinen Anspannung zusammen, die gestern nach nur 2 mal 2 Stunden Schlaf, einem vollen Arbeitstag Renovierungen und der ständigen Planerei, was noch zu tun ist, sehr hoch war.
Ich hoffe, dass ich mit der Abnahme der Wohnung nicht zu viele Probleme bekomme (wenn ich davon ausgehe, in welchem Zustand sie war, als ich sie übernommen habe, sollte es keine übermäßig lange Mängelliste geben.), denn bei meinen Eltern brauche ich natürlich Ruhe und Kraft, um mich mit meiner Mutter auseinanderzusetzen. Eingeplant ist schon mehr oder weniger, dass ich in meinem Zimmer hier in Berlin noch streichen muss, da zwei Wände rot sind. Das würde mir, bei einer Frist von zwei Wochen, noch ein wenig Zeit geben, mich auf die neue Situation mit meinen Eltern einzustellen, und die Zeit dort nicht allzu lang werden lassen, da ich ja Mitte Mai losfahren will.
Hier noch eine kleine Liste von dem, was heute ansteht:
– Haare waschen
– abwaschen
– zum Zahnarzt wegen Bonushefteintrag
– zur Ärztin wegen eines Überweisungsbriefes
– Tapete in der Küche ankleben
– Bretter eines Regals zum Verfeuern zurechtsägen
– Lack der Türen ausbessern
– Dielen im Klo ein zweites Mal streichen
…und das ist nur das Nötigste :-)

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