A weakling weighing 98 pines

An das heutige Thema muss ich mich erst herantasten, obwohl ich mich schon einige Zeit damit herumschlage. Deshalb verzeiht es mir, wenn es ein wenig holprig wird.
Ich bin mittlerweile davon überzeugt, dass meine Mutter, als ich ein Kind war, alles daran gesetzt hat, jeglichen Ausdruck von Stärke meinerseits zu unterdrücken. Ich habe das gleiche Phänomen neulich, glaube ich, auch bei meiner Schwester beobachtet, als ich ganz spontan und, wie ich zugeben muss extrem impulsiv, etwas in ihrer Wohnung richten wollte, damit ihr Baby sich nicht daran verletzt. Meine Impulsivität war schon Ausdruck davon, meine eigene Schwäche zu überwinden, was meine Schwester wohl nur noch bestärkte, ihre ziemlich aggressive, ablehnende Reaktion zu wählen, „wie ich es wagen könnte, ohne sie zu fragen“ (sinngemäß).
Mein erster Impuls war natürlich Wut, denn ich hatte es ja nur gut gemeint, aber dann gab ich auch sofort wieder nach. In dem Augenblick wünschte ich mir fast, dass das Baby sich wirklich verletzt, denn dann hätte ich doch noch gewonnen.
Da es wie gesagt ein relativ schwieriges Thema für mich ist, fällt mir auch nur noch ein weiteres Beispiel ein, was es eventuell doch noch ein wenig deutlicher macht, was ich meine:
Ich hatte meiner Schwester eine Verkleidung für ihren Schreibtisch gebaut und meine Mutter war doch ganz im Gegensatz zu meiner Schwester der Meinung – ich hörte das Ganze vom Nebenzimmer aus – dass so etwas jeder könne, wenn er nur wolle. Eine verstandesgemäß nur halb wahre Aussage, weil sie die Übung vernachlässigt, die vonnöten ist, um es auf Anhieb so hinzukriegen; emotional gesehen aber auf jeden Fall ziemlich vernichtend, wenn auch nur halb bewusst getätigt, was allerdings die, nicht nur bildlich gesprochen, kastrierende Wirkung nicht schmälert, wenn man es nur oft – ausschließlich – und früh genug zu hören bekommt.

Jetzt quäle ich mich schon die ganze Zeit mit dem Dilemma, dass man sich einerseits akzeptieren muss, also auch, dass man oft einen auf Schwächling macht, weil man gelernt hat, dass Stärke nur Probleme bereitet. (Ich lache sogar oft alleine vor dem Fernseher gekünstelt, als wollte ich mich bei den Schauspielern etc. einschleimen.) Andererseits will man natürlich alles tun, um die eigene Stärke, die sich um so vieles natürlicher anfühlt, endlich auch ausleben zu können.
Das Ganze läuft parallel auch ähnlich bei meiner Nichte (5) ab, die auch schon ziemlich darauf programmiert ist, sich einzuschleimen, und man will doch, dass sie es einmal leichter hat, als man selber. Aber da wird es dann sehr schnell klar, dass man nur damit weiterkommt, sie so anzunehmen, wie sie ist, in dem Wissen, dass sie nichts dafür kann und es sich nicht ausgesucht hat. Versucht man sie nämlich irgendwie zu beeinflussen, sagt z.B. sie solle nicht so doll jammern, kommt immer nur Abwehr dabei heraus und ihr Vertrauen und somit die Möglichkeit der Einflussnahme nimmt ab.

Hier dazu noch zwei Bilder, die ich vor nun schon acht Jahren als Aufgabe für eine Gruppentherapie gemalt habe:

Zum ersten meinte der Therapeut, dass es aussieht, als wäre meine Mutter sadistisch. Auf dem zweiten sieht man, wie meine Mutter meinen Vater am Strand würgt, ohne dass der sich wehrt, obwohl er doch körperlich stärker ist und sogar ein Knüppel in Reichweite liegt, während ich im Wasser dabei bin, meine Schwester zu ertränken, wenn ich mich recht erinnere.

Nachtrag:
Ich hab mir letzte Woche eine Reisebibel gekauft. 30 Euro und jeden Cent wert: Lederumschlag mit Reißverschluß, Registerfähnchen pipapo…
Es werden Wetten angenommen, wie oft ich auf der Reise reinschauen werde :-).
Und mein Handy mit Navy ist da. Leider gibt´s nur wenige Karten von Afrika.
Es werden Wetten angenommen, wann es mir geklaut wird ;-);-);-).

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