Ein neuer Tag, ein neues Problem

Oder besser gesagt: ein etwas andere Sichtweise auf ein schon bekanntes Problem fühlt sich für mich an, als hätte ich gerade den Stein der Weisen entdeckt. Dies hängt wohl damit zusammen, dass ich immer alles, was mir helfen könnte, besonders „richtig“ machen will. So natürlich auch die Sache mit der zu vermeidenden Aggressionsvermeidung (siehe letzter Eintrag). Das ist natürlich ungesund und auf Dauer nicht durchzuhalten und so habe ich seitdem schon wieder zwei weitere neue „heiße Entdeckungen“ gemacht.
Zum einen war ich dann doch wieder davon überzeugt, dass ich auch eine Traurigkeit unterdrücke, nachdem diese mir letzte Woche eher eingebildet bzw. „nützlich“ als Ablenkung erschien. Das ging bis Mittwoch. Danach habe ich, so hoffe ich jetzt, entdeckt (?), wie sehr ich in meinem bisherigen Leben versucht habe, jeglichen Schmerzen aus dem Weg zu gehen. Dies führte dann natürlich zu dem Wunsch, mich mehr mit den alltäglichen Schmerzen zu konfrontieren, z.B. wenn man sich unsicher fühlt oder abgelehnt.
Trotzdem diese sich wiederholenden Muster meiner „Lösungsfindung“ so scheinbar unkontrollierbar, fast zwanghaft, wiederkehren, stören sie mich im Augenblick kaum. Diese „Lösungsansätze“ haben nämlich zum Beispiel diese Woche dazu geführt, dass ich wieder angefangen habe, meine Wohnungsauflösung und somit meine Reisevorbereitungen weiter zu betreiben. Zwar nicht in einem 8-Stunden-Tag, aber doch immerhin jeden Tag ein bisschen. So habe ich es geschafft, meinen Reisepass abzuholen, die ersten Impfungen machen zu lassen und an meinem Wohnungsangebot (Bilder und Kaufvertrag für Möbel) zu feilen.
Auch die demnächst zu erledigenden Dinge sind recht unterschiedlicher Art: die jetzt schon zweite Kündigung meiner Gewerkschaftsmitgliedschaft, ein Visum für Syrien, Informationen zu Fähren über das Schwarze Meer, der Verkauf meines alten Computers oder das Anbringen einer zusätzlichen Stütze an meinem Hochbett samt Schleifen und Streichen derselben (die Gipswand, an der ich es angeschraubt habe, hat schon erste Risse).
Ich kann also nur hoffen, dass ich auch weiterhin beknackte Ideen habe, die meine Motivation oben halten.

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